An Schlaf nicht zu denken
14.10.2017
Diesen Artikel
14.10.2017 05:00
Drucken Vorlesen Senden
Leserbrief
78

Thema: Michaelismarkt in Fürth

Leider waren die Anwohner des Marktplatzes und der Hauptstraße in Fürth während des Michaelismarktes wieder einmal unfreiwillig die Leidtragenden. Ob Johannismarkt oder Michaelismarkt – die Feste nehmen immer mehr an Lautstärke zu. Jeder Betreiber scheint an einem Wettbewerb um die höchste Lautstärke interessiert zu sein. Aber nicht nur die überlaute Discomusik macht den Anwohnern zu schaffen.

Einige Veranstaltungen ziehen sich hin bis in die frühen Morgenstunden, manchmal bis gegen fünf Uhr – immer in gleichem Ton und gleich nerviger Lautstärke. Da ist an Schlaf überhaupt nicht zu denken. Der Bass der Musik lässt Gläser, Türen und Fenster erzittern. Immer mehr Anwohner ziehen die Reißleine und flüchten auf eigene Kosten für einige Tage in Urlaub. Ist das der Sinn eines Festes in der Ortsmitte von Fürth?

Verständlich, dass dann Forderungen nach einer Verbannung solcher Festivitäten aus dem Zentrum laut werden. Aber mit gutem Willen der Gemeindeverwaltung und der Betreiber könnte dies bestimmt verhindert werden. Seitens der Verwaltung wurde den Anwohnern nach Beschwerden, wie in einem Artikel der OZ zu lesen war, versprochen, dass sich Vorkommnisse wie beim letzten Johannismarkt nicht mehr wiederholen. Falsch gedacht!

Drei Wochen später wurde der Michaelismarkt in gleicher Phonstärke gefeiert. Warum ist es in Fürth nicht möglich, wie es in anderen Gemeinden praktiziert wird, angemessene Sperrzeiten und Regeln zur Lautstärke einzuführen und diese gegenüber den Veranstaltern auch durchzusetzen ? So, wie es bis jetzt läuft, werden jedenfalls die genervten Anwohner bestimmt nicht mehr lange mitspielen.

Waldemar Grieser, Fürth,

und zwölf weitere Unterschriften

SOCIAL BOOKMARKS
14.10.2017 05:00
Drucken Vorlesen Senden
Ihre Meinung interessiert uns

Durchsuchen Sie unser Archiv!