Anke Helfrich für Jazz-Echo nominiert
Weinheim, 13.02.2016
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13.02.2016 01:24
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Weinheim. Ist „Dedication“ (Hingabe), der Titel der neuesten CD von Anke Helfrich, ein gutes Omen? Es scheint so, denn die in Weinheim lebende Pianistin ist für den Jazz-Echo in der Kategorie Klavier und Keyboard nominiert. „Schon über die Nominierung bin ich happy“, sagte sie gestern bei einem kurzen Telefonat mit den WN. Nun heißt es Daumen drücken, damit die sympathische Jazz-Musikerin zur Instrumentalistin des Jahres im Bereich Jazz gekürt wird. Die Verleihung findet am 26. Mai in Hamburg statt.

Neben Anke Helfrich sind noch Omer Klein und Michael Wollny im Rennen. Klein ist ein israelischer Jazz-Pianist und Komponist, der sich auch von traditioneller orientalischer Musik inspirieren lässt. Wollny erhielt bereits 2015 für „Nachtfahrten“ und 2014 für „Weltentraum“ einen Jazz-Award.

Anke Helfrichs Werk zeichnet sich seit jeher durch eine anregende Mischung aus Inspiration, Gefühl, Kalkül und technischer Raffinesse aus. Stilistisch wurden immer wieder Parallelen zu Thelonious Monk gezogen, doch das galt allenfalls für ihre Interpretationen und Improvisationen in den 90er-Jahren. Längst geht sie einen eigenen, spannenden Weg, der lyrische und erzählerische Coloraturen aufweist. Anke Helfrich gewann unter anderem 1996 mit Trio die „European Jazz Competition“ und erhielt 1998 den ersten Preis bei der „Hennesy Jazz Search“. Nominiert ist sie außerdem mit „Dedication“ für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik im ersten Quartal dieses Jahres. Derzeit ist sie auf CD-Tour mit Schlagzeuger Jonas Burgwinkel, Bassist Dietmar Fuhr und Posaunist Adrian Mears.

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