Brand verursacht Schaden von 100000 Euro
Birkenau, 09.01.2017
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09.01.2017 17:13
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Birkenau. Es bleibt nicht ruhig für die Feuerwehren der Gemeinde Birkenau. War 2016 von vielen Einsätzen geprägt, so steht das gerade begonnene Jahr seinem Vorgänger in nichts nach. „Das neue Jahr beginnt gerade so, wie das alte aufgehört hat“, sagt Marco Unholzer, Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehr Birkenau. Recht hat er. Zu ihrem bereits vierten Einsatz in 2017, der gleichzeitig den ersten größeren Einsatz in diesem Jahr darstellt, wurde die Feuerwehr der Kerngemeinde am Montagmorgen gerufen: ein Wohnungsbrand im ersten Stock in der Straße Am Festplatz.
Nachbarn hatten die Feuerwehr gegen 11.20 Uhr alarmiert. Zunächst hatten diese Brandgeruch in ihrer eigenen Wohnung wahrgenommen und einen Kabelbrand vermutet. Doch eine zerspringende Fensterscheibe im Nachbarhaus machte die Flammen sofort sichtbar. Am Einsatzort angekommen war für die ehrenamtlichen Helfer zunächst unklar, ob sich zu diesem Zeitpunkt Personen in der Wohnung aufhielten. „Das war zum Glück nicht so. Den Brand hätte durch die Rauchgasentwicklung vermutlich auch niemand überlebt“, sagt Unholzer.

Flammen schnell unter Kontrolle
Ein Zimmer der Wohnung stand komplett in Flammen. Der Rauch breitete sich aber über die ganze Wohnung aus. Nach rund einer halben Stunde hatten die Brandschützer die Flammen bekämpft. Nach insgesamt zweieinhalb Stunden inklusive Nachlöscharbeiten konnte der Einsatz beendet werden. Verletzt wurde bei diesem Einsatz niemand. Einzig die Bewohnerin über der brennenden Wohnung des Mehrfamilienhauses wurde durch den Rettungsdienst mit Vermutung auf Rauchgasvergiftung ambulant behandelt.
Insgesamt 38 Brandschützer, bestehend aus Einsatzkräften der Feuerwehr der Kerngemeinde, der Feuerwehr Reisen und der Feuerwehr Weinheim, waren mit insgesamt sechs Fahrzeugen vor Ort. Der Rettungsdienst zur ambulanten Erstversorgung war zeitweise mit fünf Fahrzeugen anwesend, konnte den Einsatzort allerdings wieder schnell verlassen.
Zur Brandursache schreibt das Polizeipräsidium Südhessen in einer Mitteilung, dass sich nach ersten Feststellungen ein Schwelbrand im Wohnzimmer, im Bereich eines Kerzengesteckes, unbemerkt ausdehnen konnte, da niemand mehr in der Wohnung war. Das Feuer kokelte weiter und verursachte nach ersten Schätzungen der Polizei einen Schaden von etwa 100 000 Euro. Die betreffende Wohnung ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht nutzbar. Das Ordnungsamt hat allerdings schon einen Ersatz für die Bewohner gefunden.
Bereits am vergangenen Sonntag wurde die Hilfe der Feuerwehren der Gemeinde Birkenau mehrfach gefordert. So wurden die Helfer zu einem Wassereinsatz in Folge eines Defekts an einer Waschmaschine in die Kerngemeinde gerufen, bei dem die Gefahr bestand, dass ein Elektroverteilerkasten betroffen werden könnte.
Außerdem wurden die Feuerwehren Löhrbach und Buchklingen zunächst zu einem medizinischen Notfall nach Löhrbach gerufen. Ein paar Stunden später waren sie als Ersthelfer – ebenfalls in Löhrbach – bei einem Rodelunfall mit einem Kind gefragt. awe

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