Brückenplatz macht seinem Namen Ehre
Hemsbach, 25.10.2017
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25.10.2017 05:00
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Hemsbach. Nomen est omen. Für Straßennamen gilt das besonders. Und dass Google Maps ihn als „Unnamed Road“ verzeichnet, passt auch ins Bild – bisher jedenfalls. Die Rede ist vom schmalen Verbindungsweg zwischen Schloss- und Bachgasse. Der wurde zwar gut und gerne genutzt, bestach aber nicht unbedingt durch seine Ansehnlichkeit. Das wird sich jetzt ändern. Der Eingang seitens der Schlossgasse ist in den letzten Wochen komplett umgestaltet und begrünt worden und lädt nun wahrlich zum Betreten ein – ein weiteres schönes Ergebnis erfolgreicher Teamarbeit, diesmal zwischen der ISEK-Projektgruppe „Innerstädtisches Grün“, dem Grünflächenamt und dem Bauhof.

Viel Grün

Dass ein so exponierter Platz nun zu seinen Ehren kommt, dürfte viele Hemsbacher freuen. Und in der Tat sorgt er mit einem für alle offenen Zugang, hell und lichtdurchflutet gelegen, mit geebneten und umpflasterten Wegen und viel gepflanztem Grün und Bunt jetzt für einen angenehmen Anblick. Zudem wurde für die Hinterlassenschaften von Vierbeinern eine neue Hundetoilette angelegt. Der „Volksmund“ nennt diesen Platz „Brückenplatz“. Das mag zum einen damit zusammenhängen, dass der kleine Fußweg zum Rathaus führt. Den „Brückencharakter“ verdeutlicht aber noch mehr eine entsprechende Skulptur von Selina Schuster, die 2011 im Rahmen des ersten Skulpturen-Symposiums des Fördervereins KunstPlatz installiert wurde. Mehrere aufeinander gesetzte Sandsteine symbolisieren eine in mehrere Richtungen weisende – oder besser verbindende – Brücke.

Und durchaus kann dieser Platz auch eine Stätte der Begegnung all jener werden, die ihn passieren oder dort verweilen möchten – was in Zukunft möglich sein wird, denn auch Bänke sollen dort aufgestellt werden. Nicht zu vergessen ist weiterhin, dass es sich beim „Brückenplatz“ um den traditionellen Standort des Partnerschaftsvereins während der Kerwe handelt – eines Vereins also, der die Verständigung und lebendige Beziehungen zwischen Menschen verschiedener Nationalitäten fördert. Last, but not least schlägt der Platz auch noch eine Brücke in die Vergangenheit: Ehemals stand dort das Anwesen des Zimmerermeisters Fink, das Philipp Kronauer 1904 erwarb und im Nebengebäude eine Glaserei einrichtete. Das traditionsbewusste Unternehmen, heute in der Gottlieb-Daimler-Straße angesiedelt, dürfte wohl vielen ein Begriff sein.

„Ich bin sehr froh, dass der Brückenplatz nun die Attraktivität gewonnen hat, die ihm zusteht, und unsere Altstadt damit ein weiteres großes Stück aufgewertet wird“, freut sich Bürgermeister Jürgen Kirchner. Dem Rathauschef war die Umgestaltung des Platzes stets ein Anliegen. Er hofft jetzt darauf, dass der Platz pfleglich behandelt und sauber gehalten wird. Alles in allem ist der Brückenplatz ein weiteres schönes Beispiel dafür, wie dank ehrenamtlichem Engagement und tatkräftigem Einsatz der Bauhofmitarbeiter binnen weniger Wochen aus einem unschönen Eck ein kleines Juwel werden kann.

Wer kreativ und aktiv werden möchte, ist eingeladen, bei den ISEK-Sitzungen der Projektgruppe „Innerstädtisches Grün“ oder anderen Projektgruppen vorbeizuschauen. Die städtische ISEK-Koordinatorin Julia Rehl gibt weitere Auskünfte unter der Rufnummer 06201/70729, E-Mail: julia.rehl@hemsbach.de.

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25.10.2017 05:00
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