Butter bei die Fische
30.12.2016
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30.12.2016 05:00
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Leserbrief
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Planungen nehmen Gestalt an

WN/OZ vom 22. Dezember

Der private Häuslebauer muss sich überlegen: Was brauche ich, für was will ich es nutzen, was kann und will ich mir leisten, auf was kann ich verzichten, wie soll die Ausstattung sein, wie will ich es unterhalten, welche Folgekosten habe ich, habe ich Mieteinnahmen, in welchem Zeitraum kann ich es realisieren und vieles andere mehr. Diese Überlegungen sollten auch für das Bürgerhaus gelten. Um Klarheit darüber zu erhalten, fallen mir Begriffe wie Bedarfsanalyse, Nutzungs- und Betreiberkonzept, Kostenplan oder Projektablaufplan ein.

Haben wir das? Es geht primär nicht darum, dafür oder dagegen zu sein, sondern darum, Bewusstsein zu schaffen wofür gestimmt wird. Es ist doch elementar ist zu wissen, wofür gebe ich das Geld aus und ist es mir das wert. Es irritiert, dass wohl nur nebulös Klarheit herrscht was jetzt das Bürgerhaus denn nun kosten soll? Vier Millionen Euro netto, 5,2 Millionen Euro aufgrund der „Spreizung“ von 30 Prozent oder 4,8 Millionen Euro, weil die Kosten eventuell 20 Prozent zu niedrig angesetzt wurde? Ja. was denn nun? Warum wurde es als Orientierung aus dem Pflichtenheft genommen? Wenn ich nichts vorgebe, ja was plane ich dann? Wünsch dir was oder nice to have? Beim „runden Tisch“ wurde mit 3,7 Millionen Euro ohne Erschließung, Zufahrtsstraßen, Stellplätzen und Außenanlagen gerechnet.

Die Freien Wähler haben in einer Stellungnahme vom November 2016 4 Millionen Euro brutto genannt. Wo ist hier die gesamtheitliche Betrachtung der Kosten? Man kann doch nicht nur über reine Gebäudekosten reden. Also ein reines Veranstaltungsgebäude. War denn das das Ergebnis eines Nutzungskonzepts oder einer Bedarfsanalyse? Eine Gaststätte und damit Betreiber „Wirt“ werden wohl ausgeschlossen.

Sind wir bereit, Personal in der Verwaltung einzustellen, um die „Hausmeistertätigkeit“ und Verwaltung zu bewerkstelligen? Das Totschlagargument, es waren genug Sitzungen und Veranstaltungen, an denen man hätte teilnehmen, um das Angemahnte zu erfahren, ist einerseits richtig, aber in der Sache fehl am Platz. Ich wünsche mir Offenheit und Transparenz in Politik und Verwaltung. Sie sollten konkret mit Konzepten, nachvollziehbar und schriftlich am besten, auf der Homepage der Gemeinde Birkenau informieren. In diesem Sinne: Viel Erfolg bei den Haushaltsberatungen 2017 und „Butter bei die Fische“.

Jürgen Kiesel, Birkenau

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