Die Attraktion steckt im Stau fest
Weiher, 03.11.2017
Diesen Artikel
03.11.2017 04:00
Drucken Vorlesen Senden
Leserbrief
28

Weiher. „Fast hätten wir es geschafft, pünktlich anzufangen“, mit diesen Wollen begrüßte der Vorsitzende des MGV Sängerfreude Weiher, Klaus Schmitt, die Besucher. Anlass für die geringfügige Verzögerung war, dass ein Teil der Krummhornbläser in Staus festsaßen und die Sport- und Kulturhalle noch nicht erreicht hatten. Aber die vom „Spielgerät“ her „größte“ Person, die Schlagzeugerin, hatte gerade den Aufbau ihrer Instrumente beendet, so dass die Veranstaltung beginnen konnte.

Als ersten Verein bat der Vorsitzende die Sänger aus Bonsweiher und Weiher auf die Bühne, die zwei gemeinsame Lieder vortrugen, „Aus alter Zeit“ von Jan Sibelius und „Wenn der Tag zu Ende geht“ von Rudi Kühn erklangen in teilweise achtstimmiger Besetzung in dem Saal. Nachdem es bei der Veranstaltung im vergangen Jahr einige Probleme mit der Beschallung gegeben hatte, verzichtete man dieses Mal darauf, den Gesang über Mikrofone aufzunehmen. So gab es sozusagen „Gesang pur“, was im Laufe des Abends als die durchaus bessere Lösung angesehen werden konnte.

Begeistertes Publikum

Ruhe im Saal herrschte auch, als anschließend die Sänger aus Kreidach unter der Leitung von Harald Eck ihren Vortrag vorbrachten. Mittlerweile waren die fehlenden Mitglieder der Krummhornbläser angekommen und der erste Auftritt konnte beginnen. Es gab unter den Besuchern einige verblüffte Gesichter, als die acht Bläser die Bühne betraten, denn es handelte sich um nicht weniger als sechs Frauen und „nur“ zwei Männer, mit Querflöte, zwei Trompeten, zwei Saxofonen, einer Posaune, einer Tuba sowie dem Schlagzeug brachte die Gruppe fast schon Big-Band-Sound in die Halle. Das Publikum reagierte begeistert. Die bekannten Melodien der Bläser gingen fast nahtlos in den Auftritt der Chor-y-Feen über, der sich anschloss. Mit „One Way Wind“ im Arrangement von Pasquale Thibaut und einem Volksliederpotpourri „Horch, was swingt von draußen ‘rein“ von Herbert Grunwald setzten die Frauen den Abend fort. Beide Lieder wurden von Svetlana Hauk auf dem Klavier begleitet. Den Schluss bildete ein traditionelles keltische Lied, „The Parting Glass“, bei dem die Freuen stilecht mit dem Whiskeyglas in der Hand sangen. In diesem Stück spürte man die traurige irisch-keltische Stimmung.

Im Gegensatz dazu dann der Auftritt der Sänger aus Schönau, deren Gesang eine ganz andere Richtung einschlug. Unter der Leitung von Thomas Wind erklang ein sehr harmonischer Männerchor. Wieder im Kontrast dann der nächste Auftritt: Franz Herb mit dem Akkordeon und den „Stimmen der Heimat“, einer locker zusammengewürfelten Formation von Frauen und Männern, die bekannte Stücke vortrugen. Und dann kamen sie wieder, die Krummhornbläser und erhielten reichlichen Applaus. Da hatte es der nächste Verein, der MGV Sängerfreude Weiher dann schon schwer, seine Sammlung von Silcher-Liedern mit dem Titel „Und immer wieder lacht das Glück“, begleitet von Svetlana Hauk, dem Publikum nahezubringen. Besser dran war dann der große Chor Bonsweiher mit einer Reminiszenz an Udo Jürgens, die verschiedene Lieder des bekannten Komponisten und Sängers enthielt. Auch hier war wieder Svetlana Hauk am Klavier gefragt. Der nun folgende gemischte Chor aus Weinheim brachte unter der Leitung von Volker Schneider zunächst zwei Lieder als Frauenchor zum Vortrag, ehe die Männer hinzukamen und zwei weitere Stücke als gemischter Chor sangen. Den Abschluss der gesanglichen Darbietungen machte dann der kleine Chor Bonsweiher mit drei Liedern. Mit „Das Beste“ von Rosenstolz, einer Liebeserklärung, wieder von Svetlana Hauk begleitet, endeten die Vokalgesänge und Maria Löhlein-Mader, die die Chöre aus Bonsweiher und Weiher gewohnt souverän geleitet hatte, konnte auch zum gemütlichen Teil übergehen. Wer nun der Ansicht war, es sei Schluss, musste dies gleich revidieren, denn nun kamen noch einmal die Krummhornbläser auf die Bühne – und rockten den Saal. Eine ganze Reihe von bekannten Stücken, deren Blaskappellensatz vielen gar nicht bekannt war, sorgten für fast schon überschäumende Stimmung, die auch nicht abriss, als die Musiker dann doch aufhörten.

Franz Herb stimmte mit dem Akkordeon gleich am Probierstand gleich die nächsten Stimmungslieder an und sorgte dafür, dass es noch lange dauerte, bis die letzten Besucher die Halle verließen. Das Herbstfest bietet Potenzial zur Wiederholung. kds

SOCIAL BOOKMARKS
03.11.2017 04:00
Drucken Vorlesen Senden
Ihre Meinung interessiert uns

Durchsuchen Sie unser Archiv!

 

Meistgelesen