Die Kirche hat’s bitter nötig
11.11.2017
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11.11.2017 05:00
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Leserbrief
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Thema: Kampagne gegen den Papst

Seit Wochen ist aus den Medien zu entnehmen, dass Papst Franziskus immer stärker unter Beschuss der Hardliner aus den eigenen Reihen gerät. Einen Wust an Wut gegen ihn manifestierte sich durch eine Plakataktion vor einigen Wochen in Rom. Wer steckt dahinter? Für viele Insider ist klar, dass es Erzkonservative aus der Kurie sind. Denn der Widerstand der Kurie gegen Franziskus tritt immer stärker zutage. Es geht dabei um seinen Reformkurs. Er greift Themen wie die Sexualmoral der Kirche auf und überlässt es den Bischöfen, wieder verheirateten Geschiedenen das Abendmahl zu erteilen. Die Konservativen waren geschockt, als er die Spitze der evangelischen Kirche empfing und die Reformation lobte. Einen Aufschrei gab es auch, als er eine Frau zur Chefin der Vatikanischen Museen ernannt hatte. Wie man hört, geht Franziskus gelassen mit all den Vorwürfen um und lässt sich von seinem Kurs nicht abbringen. Es ist nur zu hoffen, dass ihm noch genug Zeit bleibt, um seine Reformvorhaben durchzusetzen. Denn die Kirche hat sie bitter nötig.

Wilhelm Kleinhubbert, Hemsbach

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