Die „Rose“ als Alternative
11.11.2017
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11.11.2017 05:00
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Leserbrief
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Leserbrief: Merkwürdige Veranstaltung

WN/OZ vom 28. Oktober

Es geht um eine sachliche, kritische Argumentation, die das Für und Wider abwägt, und eine Antwort auf die Frage sucht: Wie sieht die beste und akzeptierteste Lösung für ein Gemeindezentrum aus der Sicht der evangelischen Gemeindemitglieder und der Laudenbacher Bevölkerung aus?

Zum Inhaltlichen ist Folgendes klarzustellen: Frau Schwarz hat nicht opponiert gegen das Entscheidungsgremium Kirchengemeinderat (KGR), sondern gegen die dort getroffene Einzelentscheidung „Neubau GH mit nachträglicher Kostenerhöhung und einer empfundenen Verschandelung der mehr als 750 Jahre alten Dorfkirche“. Ein Rücktritt wäre gegenüber den Kirchenmitgliedern, die sie gerade wegen ihrer geradlinigen Einstellung gewählt haben und aufgrund ihrer vielfältigen Gemeindearbeit, nicht verantwortbar!

Der in der Mehrfachbeauftragung geforderte Kostenrahmen von 1,7 Millionen Euro (inklusive Aufzug) wurde nämlich bereits kurz nach der Juryentscheidung und nach der Auftragsvergabe durch den KGR vom Architekten auf 2,3 Millionen Euro „gedanklich“ erhöht, mit der Anregung, unter anderem den Aufzug einzusparen. Hätte die Jury diesem Architekten auch noch den ersten Platz eingeräumt, wenn er diese kirchensteuerrelevante Erhöhung vor der Entscheidung bekannt gegeben hätte? Was Herr Zimmermann als „Störmanöver“ zur Verwirklichung des neuen Gemeindehauses bezeichnet, ist im Gegenteil der Anstoß zu einem Innehalten und zu einer wirtschaftlicheren, energetischeren, umweltverträglicheren und letztlich auch christlicheren Lösung eines Gemeindezentrums – Bauen im Bestand.

Leider wird dies aber nur von wenigen Architekten als „lohnenswert“ erachtet. Ein Gemeindemitglied brachte diese bessere Alternative sehr eindrucksvoll zur Sprache: „Kauft die Rose!“ Das unter Denkmalschutz stehende, seit Kurzem zum Verkauf angebotene Anwesen gegenüber der Kirche, bietet für 380 000 Euro Kaufpreis ein Mehrfaches an nutzbaren Räumen und zusätzlichen Erweiterungsmöglichkeiten, die nicht nur den Jugendgruppen, sondern allen Gemeindemitgliedern, auch im ökumenischen und dörflichen Umfeld, zugute kommen werden.

Der KGR könnte aufgrund der neuen Sachlage (Kaufoption der Rose) ohne Gesichtsverlust eine neue Situationsbewertung vornehmen. Ein schönes Zeichen von gelebter Demokratie!

Margot Peschges, Laudenbach,

und zwei weitere Unterschriften

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