Dunkles Kapitel der Geschichte
Rimbach, 07.11.2017
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07.11.2017 05:00
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Leserbrief
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Rimbach. Seit vielen Jahren ist eine Reise in das ehemalige Konzentrationslager Flossenbürg im Fahrtenprogramm der Rimbacher Dietrich-Bonhoeffer-Schule fest verankert. Alle zehnten Klassen sind für zwei Tage im Raum Nürnberg und informieren sich über das Dritte Reich und das damit verbundene Leid. Zum Abschluss gibt es für alle eine Gedenkfeier an der Stelle, an der der Namensgeber der Rimbacher Haupt- und Realschule gehängt wurde.

Da diese Fahrt einen ganz besonderen Stellenwert an der Schule hat, war es auch dem Kollegium wichtig, sie einmal mitzuerleben. Aus diesem Grund wurde jetzt ein pädagogischer Tage dafür genutzt. Die Schüler wurden mit Aufgaben für zu Hause versorgt und die Lehrkräfte machten sich bereits sonntagmorgens auf den Weg nach Nürnberg. Dort wurden zunächst die Zimmer bezogen, bevor ein gemeinsamer Besuch im Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände auf dem Programm stand.

Außengelände besichtigt

Da das Wetter zu Beginn noch mitspielte, besichtigte die Rimbacher Gruppe zunächst das Außengelände mit der Großen Straße und dem Zeppelinfeld. Während dies schon mehr als eindrucksvoll war, wurde im Anschluss bei der Besichtigung der Ausstellung nochmals die gesamte Grausamkeit des Dritten Reichs ins Bewusstsein gerufen. Der Tag wurde bei einem gemeinsamen fränkischen Abendessen Revue passieren lassen, danach ging es für einen gemütlichen gemeinsamen Abschluss in ein Irish Pub.

Der nächste Tag stand dann ganz im Zeichen des Namensgebers Dietrich Bonhoeffer. Nach einer einstündigen Busfahrt kamen die Lehrer an der Gedenkstätte Flossenbürg an. Aufgeteilt in zwei Gruppen besichtigte man die Gedenkstätte. Die beiden Führungen zeigten überdeutlich, welche Grausamkeiten die Häftlinge über sich ergehen lassen mussten. Bedrückt und in gedämpfter Stimmung ging es nach einem Film, in dem Zeitzeugen sich äußerten, zur Gedenkfeier.

An der Mauer, an der Dietrich Bonhoeffer gehängt wurde, wurden Fürbitten gesprochen und gemeinsam Bonhoeffers Lied „Von guten Mächten“ gesungen. Der kommissarische Schulleiter Timo Helwig-Thome hielt eine eindrückliche Rede, in der er den Mut Bonhoeffers lobte und den Menschen wünschte, künftig auch Mut zu haben, sich gegebenenfalls aufzulehnen und gerade Ungerechtigkeiten nicht geschehen zu lassen.

Bei einem gemeinsamen Mittagessen bedankte sich Britta Elsishans vom Personalrat, stellvertretend für alle, bei Helwig-Thome und Sabine Meister, die die Fahrt zusammen organisiert hatten. Alle Lehrer waren sich einig, dass es sich um einen Meilenstein in der Geschichte der pädagogischen Tage an der DBS gehandelt hatte, da es, trotz eines traurigen Hintergrunds, eine überaus interessante und durchaus auch lustige Fahrt war, bei der das Kollegium noch enger zusammenwachsen konnte. is

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07.11.2017 05:00
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