Eine Plattform für den Erfahrungsaustausch
Kreis Bergstraße, 10.01.2017
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10.01.2017 10:50
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Kreis Bergstraße. Wärmedämmung, Altbausanierung, Energiesparhäuser und vieles mehr – die Themengebiete, über die freiberuflichen Energieberater auf dem aktuellsten Stand sein müssen, sind umfangreich und komplex. Mit dem Energieberater-Netzwerk bietet die Energieagentur Bergstraße, ein Fachbereich der Wirtschaftsregion Bergstraße/Wirtschaftsförderung Bergstraße GmbH (WFB), ihnen ein Forum zum Erfahrungs- und Wissensaustausch. Nun fand die sechste Veranstaltung dieser Art in Heppenheim statt.

„Ziel der Sitzungen des Energieberaternetzwerks ist es, ein Weiterbildungsangebot für die freien Energieberater im Kreis Bergstraße zu bieten sowie eine Plattform zum Erfahrungsaustausch zu schaffen. Bei unserem Angebot versuchen wir auf die Wünsche der Berater einzugehen und so konnte sich das Netzwerk im Kreis mittlerweile gut etablieren“, erläuterten Philipp Meister und Christian Kuhlmann, beide Projektmanager der Energieagentur Bergstraße der WFB und Organisatoren des Energieberater-Netzwerks. Dies zeigte sich auch an der hohen Teilnehmerzahl von rund 40 interessierten Energieberatern. Im Fokus der Veranstaltung stand das Thema „Wärmebrücken“, über die Rolf Born vom Institut Wohnen und Umwelt GmbH (IWO) aus Darmstadt referierte. Wärmebrücken sind Schwachstellen im Bereich der Gebäudehülle, an denen während der Heizperiode ein erhöhter Wärmestrom von innen nach außen auftritt. Wie Born informierte, können Wärmebrücken sowohl wärme- als auch feuchteschutztechnisch negative Auswirkungen auf ein Bauwerk haben, weshalb ihr Einfluss gerade bei der Planung energieeffizienter Gebäude immer bedeutsamer wird.

Typische Beispiele für Wärmebrücken sind Balkone, bei denen die Geschossdecke zur Balkonplatte wird und aus dem beheizten Innenraum in den kalten Außenraum ragt, Gebäudeecken, gerade bei ungedämmten Altbauten, Heizkörpernischen oder ungedämmte Rollladenkästen. „Eine möglichst wärmebrückenfreie Konstruktion ist zur Erreichung von Effizienzhaus- oder Passivhaustandards unumgänglich. Des Weiteren hilft die Quantifizierung von Wärmebrücken Verbesserungspotenziale und Bauschäden bei Sanierungsmaßnahmen aufzudecken“, führte der Referent weiter dazu aus.

Nachdem Born einige Kommentare und Nachfragen der Teilnehmer beantwortet hatte, ergab sich ein intensiver Dialog unter den Energieberatern. „Die Netzwerktreffen bieten den Energieberatern eine ausgewogene Mischung aus Information und Kommunikation“, so das Fazit von Meister und Kuhlmann. Ein Angebot, das erneut den Zuspruch der Teilnehmer fand: Abschließend führten diese die Impulse des Referats in kleinen Kreisen bis in den späten Nachmittag weiter.

Auf den Seiten der Energieagentur Bergstraße unter www.wirtschaftsregion-bergstrasse.de/Energie finden Interessierte eine übersichtliche Darstellung der freiberuflich tätigen Energieberater im Kreis Bergstraße mit ihren Qualifikationen, Dienstleistungsangebot, Spezialgebieten, Referenzen und einiges mehr. Hier gibt es auch weiteres Wissenswertes über die Energieagentur Bergstraße, ein Pilotprojekt des Landes Hessen und gefördert von diesem sowie aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

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10.01.2017 10:50
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