Engler-Realschule soll bestehen bleiben
Hemsbach/Laudenbach/Weinheim, 09.11.2017
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09.11.2017 19:08
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Hemsbach/Laudenbach/Weinheim. In der Diskussion um den Erhalt der Carl-Engler-Realschule gibt es eine überraschende Wende. Im Kultusministerium in Stuttgart wird zurzeit an einer Schulgesetzänderung gearbeitet, die in absehbarer Zeit Rechtskraft erlangen soll. Diese neue Regelung lässt dann auch einen gleichberechtigten und unbefristeten Verbund von Gemeinschaftsschule und Realschule an einem neuen Bildungszentrum (BIZ) zu. Nach der aktuellen Regelung müsste die Realschule spätestens in fünf Jahren in der Gemeinschaftsschule aufgehen. Mit der Änderung könnte die Carl-Engler-Realschule im Bildungszentrum weiter bestehen bleiben, hieß es gestern in einer Pressemitteilung von Schulverband Nördliche Badische Bergstraße und Kultusministerium.

Sie ist Ergebnis eines Gesprächs, das die baden-württembergische Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann (CDU) mit den Bürgermeistern aus Hemsbach, Laudenbach und Weinheim geführt hat. Jürgen Kirchner, Hermann Lenz und Heiner Bernhard waren gestern Nachmittag nach Stuttgart gereist.

Mit der geplanten Schulgesetzänderung sei dem vom Schulverband nach der aktuell noch gültigen Verordnung gestellten Antrag künftig die Grundlage entzogen, heißt es darin. Einigkeit habe bei dem Gespräch, an dem auch die Landtagsabgeordneten Uli Sckerl (Grüne) und Georg Wacker (CDU) teilnahmen, darüber geherrscht, dass somit der vom Schulverband gestellte Antrag auf einen Schulverbund von Gemeinschaftsschule und Realschule nicht zum Ziel führen kann, da die Realschule nach der geplanten Gesetzesänderung weiterhin als eigenständige Schulart erhalten bleiben kann. Dies entspricht auch den Forderungen des Bürgerbegehrens zum Erhalt der Realschule. Ein Bürgerentscheid über diese Frage sei damit hinfällig, so die einhellige Meinung der Gesprächsteilnehmer. Darüber, wie das praktische Prozedere vor sich gehen soll, gab es gestern Abend keine Stellungnahme mehr.

Mit der Kultusministerin wurde laut Presseerklärung auch das weitere Vorgehen besprochen. Einigkeit sei insbesondere bei der Schulbauförderung erzielt worden. Hierbei werde das zuständige Regierungspräsidium allerdings zu prüfen haben, wie sich die Schülerzahlentwicklung letztendlich auf eine künftige Zügigkeit auswirken werde. In diesem Zusammenhang haben die drei Bürgermeister laut eigener Darstellung deutlich gemacht, dass angesichts der zu erwartenden Kosten eine Realisierung des Projekts nur möglich sein wird, wenn alle weiterführenden Schulstandorte im Verband aufgegeben werden können. Die drei Bürgermeister gehen nun davon aus, dass in der konstruktiven Zusammenarbeit mit den staatlichen Schulbehörden zügig Planungssicherheit erreicht wird.

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