Es ist eine Schande
04.11.2017
Diesen Artikel
04.11.2017 04:00
Drucken Vorlesen Senden
Leserbrief
44

Thema: Windkraftprojekt Kahlberg

Fragen an die Bürgermeister von Fürth und Grasellenbach: Stellen Sie sich mal vor, dass Ihre Gemeinde mit Windrädern umzingelt würde und ihr bisher reinstes Trinkwasser gefährdet wäre. Wie würde sich zum Beispiel die Fürther Gemeindevertretung fühlen, wenn andere entscheiden würden, dass die Fürther ihr Trinkwasser mit Tankwagen bekommen sollen? Sie wären sicher nicht begeistert und würden alles tun, um Ihre Bürger vor Schaden zu schützen, wie es auch die Gemeinde Mossautal tut. Alles andere wäre verantwortungslos. Und wie kann man stillhalten, wenn der Projektierer EnBW gegen Brandschutzauflagen am Kahlberg klagt? Ihre Bürger sind hier betroffen, aber das scheint den Bürgermeistern von Fürth und Grasellenbach egal zu sein. Anscheinend wohnen sie weit genug weg. Es ist eine Schande, nicht nur was mit dem Kapellenberg passiert, auch was den betroffenen Anwohnern zugemutet wird. Jeder Einwohner sollte seinen Bürgermeister fragen, was es mit dem auferlegten Brandschutz auf sich hat und wie es sein kann, dass dieser von EnBW beklagt wird. Bürgermeister und Gemeindegremien haben die Pflicht, sich für das Wohl ihrer Bürger einzusetzen. Außerdem versucht man, die Bürger zu überzeugen, sich an dem Windanlagenprojekt Kahlberg zu beteiligen, obwohl das Negativbeispiel Lützelbach (Hainhaus) zeigt, dass dies kein guter Gedanke wäre. Schützen Sie ihre Bürger? Oder handeln Sie im Sinne des Projektierers? Das sollten Sie sich mal fragen. Die Zukunft für den Odenwald sieht so aus: über 400 Windräder. Jede einzelne Anlage mindert laut Regierungspräsidium den Landschaftswert in der Region um 35 Prozent. Das wiederholt sich bei jeder weiteren Anlage.

Das bedeutet, durch immer mehr Windanlagen wird die Bewertung des Odenwaldes von „äußerst hochwertig“ auf „vorbelastet“ geändert, was laut Regierungspräsidium dem weiteren Ausbau zugutekommt. Ein Industriegebiet ohne Grenzen – und der Reiz der Region ist dahin! EnBW baut auch hier im Odenwald, weil in Baden-Württemberg Windräder nicht so leichtfertig genehmigt werden, wie hier in Hessen. Die Zukunft für den Odenwald wird nur noch traurig aussehen, wenn es weiterhin solche Menschen gibt, die sich auf Kosten der Landschaft und der Bevölkerung bereichern. Das alles für eine Energiewende, die so nicht funktionieren wird.

Christel Herr, Mossautal

SOCIAL BOOKMARKS
04.11.2017 04:00
Drucken Vorlesen Senden
Ihre Meinung interessiert uns

Durchsuchen Sie unser Archiv!

 

Meistgelesen

  Titel Klicks Kategorie
1. Unbekannter spricht Kinder an 1.289 LOKALES
2. Hund reißt Wildschwein 626 POLIZEIBERICHTE
3. Person entzündet sich an Tankstelle 618 POLIZEIBERICHTE
4. Prügelei an der Discotür 561 POLIZEIBERICHTE
5. Stau nach Auffahrunfall auf der A 5 431 LOKALES
6. Dieses Mal eine Woche früher 330 WEINHEIM
7. Bei Festnahme Widerstand geleistet 321 POLIZEIBERICHTE
8. Ungewöhnlicher Karriere-Start 307 WEINHEIM
9. Der größte Schaden entsteht im Kopf 254 LOKALES
10. Heller Meteor über der Region 236 LOKALES