Grotesker Vorwurf
04.11.2017
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04.11.2017 04:00
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Leserbrief
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Thema: Gemeindezentrum Laudenbach

Zur Gemeindeversammlung und bezüglich des Rückblicks des Vorsitzenden des Kirchengemeinderates (KGR) ist grundlegend zu sagen, dass es mir bei allen Diskussionen nur um die Sache geht. Persönliche Angriffe sind für mich deshalb völlig fehl am Platz. Es geht um eine sachliche Argumentation, die das Für und Wider abwägt und eine Antwort auf die Frage sucht: „Wie sieht die beste und breit akzeptierteste Lösung für ein Gemeindezentrum aus der Sicht der evangelischen Gemeindeglieder und aller Laudenbacher aus?“ Für die Nichtbeteiligung von Gemeindegliedern bei der Versammlung gab es viele Gründe, der Wichtigste war, dass viele meinten, sie kämen nicht, weil es zwecklos sei, sich zu äußern, da der KGR sowieso mache, was er wolle – wie schon beim Kindergarten.

Das Wettbewerbsverfahren, das die Gesellschaft pro-ki-ba organisiert hat, basiert auf einem Auslobungstext (AL), den der KGR formuliert und demokratisch beschlossen hat; damit ist er rechtlich bindend. Darin steht, dass der Neubau so zu planen ist, dass die Sichtbarkeit der Kirche nicht beeinträchtigt wird, dass die Gesamtkosten das Budget von 1,7 Mio Euro nicht überschreiten dürfen und dass eine Aussage zum Heizungskonzept (HK) zu machen ist. Auch wenn beim Rückfragenkolloquium ein anwesender Architekt des EOK meinte, dass das HK nicht Teil der Mehrfachbeauftragung sei, kann diese Vorgabe nicht ohne Änderungsbeschluss des KGR aus dem AL gestrichen werden.

Die bezüglich des Budgets genannten Bauindexzahlen, die „auf den aktuellen Zeitpunkt hochgerechnet werden“, können nicht als Argument für die Kostenexplosion um 600 000 Euro (35 Prozent) herangezogen werden, da der AL vom April 2017 ist und der Bauindex seit 2010 nur eine Kostensteigerung von 12 Prozent ausweist. Im Übrigen hätte uns die pro-ki-ba-Stelle vorher darauf hinweisen müssen. Zudem steht im AL, dass für eine Beauftragung die Finanzierbarkeit der vorgegebenen Bausumme Voraussetzung ist.

Aus meiner Gewissensüberzeugung, „zum Wohl der Gemeinde zu arbeiten und Schaden von der Gemeinde abzuwehren“, was ich allen, die sich hier einsetzen, damit nicht abspreche, einen „Umkehrschluss“ zu formulieren und daraus einen Vorwurf abzuleiten, ist grotesk. Ich lasse mich nur von der Faktenlage leiten. Unter dieser Prämisse werde ich mich auch weiter einbringen.

Rosemarie Schwarz, Heppenheim

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