Heimat kennen und gestalten
Mörlenbach, 25.10.2017
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25.10.2017 05:00
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Mörlenbach. „Heimat ist der Ort, in dem wir uns verstanden und akzeptiert fühlen, Heimat ist der Ort, an dem wir uns auskennen und in dem wir mitreden, mitwirken und mitgestalten können. Heimat ist da, wo unsere Wurzeln sind, aber auch da, wo wir uns selbst verwurzelt haben.“ So hat CDU-Staatssekretär Dr. Michael Meister sein Grußwort anlässlich der Bilderausstellung der CDU Mörlenbach in Wiegands Scheuer im September eingeleitet.

Dass mehr als 300 Menschen Zeit gefunden haben, sich die Bilddokumente aus vergangenen Zeiten anzusehen, darüber zu diskutieren, gemeinsam Standorte der ehemals vorhandenen Gebäude zu suchen und abgelichtete Persönlichkeiten zu benennen, das hat die Organisatoren der CDU sehr erfreut. „Manche Geschichte und Anekdote wurde zwischen den Besuchern ausgetauscht, die nicht nur aus Mörlenbach kamen“, schreiben die Christdemokraten in einer Pressemitteilung, in der sie Bilanz der Aktion ziehen.

Bezug zur Dorferneuerung

Die mehrfache Anregung, auch künftig die Bevölkerung an der Geschichte mehr teilnehmen zu lassen und weitere Ausstellungen zu organisieren, wurde positiv aufgenommen. „Gerade die alten Dorfansichten und die Geschichten über das soziale Leben in früherer Zeit leiten auch über zu dem aktuellen Programm zur Dorferneuerung in Mörlenbach“, so die CDU. Derzeit laufen unter Einbindung interessierter Bürgerinnen und Bürger Gespräche und Workshops zu der Frage, wie das Leben und das Umfeld in der Gemeinde – also der Heimat – gestaltet werden soll. So habe sich auch die CDU-Fraktion in der Gemeindevertretung, unter Leitung des Fraktionsvorsitzenden Heinz Odenwälder, mit der Rolle und der Bedeutung des IKEK-Prozesses für Mörlenbach beschäftigt.

„Die Fraktion hat die hohe Bedeutung dieser Maßnahme hervorgehoben und will sich für eine Intensivierung einsetzen“, heißt es in der Pressemitteilung. Angesichts des Umfangs der finanziellen Förderungen für Kommunen und Private, sollte auch Mörlenbach davon profitieren.

„Heimat, ein Ort, dem wir uns zugehörig fühlen, ist für uns Menschen wichtig. Wir brauchen Bodenhaftung, auch und gerade in Zeiten der Globalisierung. Wir schätzen es, dass uns heute die ganze Welt offensteht, dass wir Urlauben und Arbeiten können, wo wir wollen, und dass die Welt immer mehr zusammenwächst. Aber zu Hause fühlen können wir uns nicht auf der ganzen Welt, das können wir nur an einem oder an einigen wenigen Orten. Heimat prägt uns Menschen. Und deshalb möchten wir auch etwas über die Geschichte des Ortes erfahren, der unser Zuhause ist, und seine Traditionen bewahren“, so Dr. Michael Meister weiter in seinem Grußwort in Mörlenbach.

So sieht es auch die CDU Mörlenbach: „Unsere Gemeinde Mörlenbach soll Heimat bieten, für alle, die es wollen. Dazu gehört die Förderung des ehrenamtlichen Engagements all derer, die sich in und für die Gemeinde Mörlenbach als ihre und aller Heimat einsetzen.“ Dazu gehöre aber auch die Sicht in die Zukunft mit dem Dorferneuerungsprogramm, um die Heimat gestalten und entwickeln zu können. „Wir sprechen oft von Heimat. Aber was meinen wir damit eigentlich genau? Heimat ist natürlich der Ort auf der Landkarte, in dem man geboren wurde. Aber bei Heimat geht es um mehr als um Geografie, es geht um eine persönliche Beziehung. Heimat hat etwas mit der Bindung an den Ort und die Region, in der man aufgewachsen ist oder lebt zu tun, mit dem Verbundensein in einer bestimmten Sprache, Kultur und Mentalität“, so Dr. Meister abschließend.

Schlüsse für die Zukunft

„Die CDU Mörlenbach wird sich dafür einsetzen, dass auch seitens der Gemeinde alles dafür getan wird, dass sich unser Heimatort Mörlenbach mit all seinen Ortsteilen weiterentwickelt. Zukunft braucht Vergangenheit. Aus der Erinnerung muss Neues gestaltet werden“, so der Mörlenbacher CDU-Vorsitzende Peter Stephan.

Dazu soll das Dorferneuerungsprogramm Mörlenbach ein wichtiger Baustein sein, ist das Fazit der Gespräche in den Gremien CDU Mörlenbach. Und sicherlich wird dieses Thema auch auf der Jahreshauptversammlung der CDU Mörlenbach am 13. November um 19.30 Uhr im Pfarr- und Jugendheim behandelt werden.

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