Hirschberg der Verlierer
14.10.2017
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14.10.2017 05:00
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Leserbrief
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Leserbrief: Einseitig für die SGL

WN/OZ vom 7. Oktober

Der Derby-Verlierer war nicht der TVG Großsachsen – der große Verlierer war Hirschberg. Die TVG-Fans haben nach der roten Karte mit ihrer frenetischen Unterstützung in der zweiten Halbzeit ihre Mannschaft wieder ins Spiel zurückgeholt – das war beeindruckend. Die kollektiven Rufe „Nagel, du A …“ waren es nicht. Über manche 50:50-Entscheidungen der Schiedsrichter kann man geteilter Meinung sein, sie waren aber nicht spielentscheidend.

Jede Mannschaft – und auch der TVG – hat schon Spiele gewonnen mit Schiedsrichterentscheidungen zum eigenen Vorteil. Dafür sollte man nicht den Trainer der SGL verantwortlich machen. Das Verhalten des TVG-Mannschaftskapitäns war grob unsportlich.

Der gezeigte Mittelfinger und Schimpfwörter gegen Fans und Spieler der SGL gehören nicht in eine Sporthalle. Beim Pressegespräch nach Spielende hätte eine sachliche Analyse von Trainer Pohl deeskalierend gewirkt. Leider war das Gegenteil war der Fall. Das Hirschberger Derby sollte ein Handballfest darstellen.

Beide Vereine können zurecht stolz sein, zwei wettbewerbsfähige Mannschaften in der 3. Liga zu haben. Jeder weiß, dass nicht nur die SGL jede Saison zu kämpfen hat, um dafür die wirtschaftliche Basis zu schaffen.

Der zwangsweise Wechsel in die Ost-Staffel ist bei beiden auf heftige Kritik gestoßen und führt zu erheblichen Mindereinnahmen und höheren Reisekosten. Leider auch zum Entfallen von weiteren Derbys, die sich die Fans gerne gewünscht hätten.

Bei allen Diskussionen bleibt ein positiver Aspekt festzuhalten: Die Verantwortlichen der beiden Vereine pflegen seit mehreren Jahren gegenseitigen Respekt und einen konstruktiven Umgang. Die Nutzung der Dauerkarten bei den Heimspielen des Nachbarvereins ist das jüngste Beispiel. Künftig sollte es ein Mehr an Miteinander geben, die aktuelle Weltpolitik sollte kein Vorbild sein.

Ein Szenario könnte eine gemeinsame Jugendarbeit sein in einer „JSG Hirschberg“, um Kräfte und Ressourcen zu bündeln und „Handball Hirschberg“ ein Profil in der Handballwelt zu geben. Beide Vereine sind aktuell in separaten Jugendspielgemeinschaften organisiert. Vielleicht kann die Jugend ein Anfang sein, um die „aufgerissenen Gräben“ zu schließen.

Klaus Eiberger, Hirschberg

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