Im Januar ist das Schulgebäude fertig
Birkenau, 15.11.2017
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15.11.2017 04:50
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Birkenau. Dank vieler Helfer aus dem ganzen Dorf Imasgo im westafrikanischen Burkina Faso und Dank finanzieller Hilfe aus Birkenau wird die Erweiterung des Collège Notre Dame um eine Oberstufe sehr zügig realisiert. Fast täglich kommen per Internet neue Fotos und Berichte über den Fortschritt der Arbeiten bei der Birkenauer Partnerschaftsgruppe „Christen für Afrika“ an. Martine Rüdinger, Mitglied der Birkenauer Gruppe, konnte sich jetzt selbst vor Ort ein Bild vom Fortschritt des Projekts machen.

Die erste Klasse mit 38 Schülern (die Seconde) hat den Unterricht bereits aufgenommen – in einem provisorisch eingerichteten Behelfsraum. Im Januar hoffen sie, in das dann fertiggestellte, neue Gebäude umziehen zu können, das Platz für drei Klassen bietet. Rüdinger konnte sich nicht nur vom Engagement aller Beteiligten beim Bau überzeugen, sondern auch von dem zügigen Bestreben, die Bibliothek einzurichten. Über das Institut Français wurden Bücher speziell für Oberschüler in Afrika günstig angeboten, deren Lieferung in Kürze erwartet wird, wie es in der Mitteilung der Birkenauer Gruppe heißt.

Nur über Unterstützung möglich

All dies ist nur möglich, weil es immer wieder viele Menschen in Birkenau und Umgebung gibt, die diese Projekte unterstützen und so mithelfen, dass jungen Menschen im ländlichen Bereich eines der ärmsten Länder der Welt eine Perspektive ermöglicht wird. Das überzeugende Konzept, kleine Projekte im Bildungsbereich in sehr engem Kontakt mit den Partnern vor Ort durchzuführen, habe außerdem die Aufmerksamkeit der in Afrika agierenden Stiftung RED CHAIRity veranlasst, dieses Vorhaben mit einer großzügigen Förderung zu unterstützen. Der Kontakt zwischen Birkenau und Imasgo bleibt weiter sehr eng durch neuerdings bessere Internet-Verbindungen, aber auch durch gegenseitige Besuche: So wird eine weitere Birkenauer Delegation Anfang des kommenden Jahres nach Imasgo fahren. Umgekehrt wird ein Gegenbesuch im Sommer erwartet, heißt es weiter.

Ausbildungen für Mädchen

Erfreulich sei auch der Fortschritt der Mädchenausbildungen zur Schneiderin, Weberin oder zur Frisöse, die vor einem Jahr mit direkten Patenschaften aus Birkenau gefördert wurden. Einige der hergestellten Produkte konnte Rüdinger mit nach Birkenau nehmen. Die Projektförderung soll künftig nach den Plänen der Gruppe „Christen für Afrika“ stärker durch den Verkauf von in Burkina Faso hergestellten Waren erfolgen. Deshalb kam Rüdinger mit drei Koffern voller kunsthandwerklicher Artikel zurück, die von jungen Künstlern hergestellt wurden.

Diese Artikel werden auf verschiedenen Märkten in den nächsten Wochen zur Ansicht und zum Verkauf angeboten: Am Sonntag, 19. November, von 12 bis 17 Uhr im „Imasgo-Atelier“ in Hammelbach, Auf der Hardt 22; am 3. Dezember beim Nikolausmarkt in Birkenau beim Rathaus sowie am 3. Dezember in Gadern beim Adventsmarkt des Gasthauses „Zur Jägerlust“.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter http://christen-fuer-afrika.de

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