Lesegewohnheit wirkt über die Schulzeit hinaus
Hemsbach/Laudenbach/Sulzbach, 10.11.2017
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10.11.2017 05:00
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Hemsbach/Laudenbach/Sulzbach. Die Carl-Engler-Realschule räumt der Leseförderung einen besonderen Stellenwert ein. Bestückt mit vielseitiger Literatur, die Mädchen und Jungen gleichermaßen anspricht, ist die „Lesekiste“ im Deutschunterricht wöchentlich fest verankert. Die Deutschfachschaft legt dabei großen Wert darauf, die Lesekisten der einzelnen Klassenstufen immer wieder neu und altersgemäß zusammenzustellen, um den Schülern eine anregende Leseumwelt und -kultur zu bieten.

Die Schüler sollen erleben, dass Lesen Freude macht und eine persönliche Bereicherung sein kann. Auf diese Weise entsteht ein motivierendes Leseverhalten, welches die Lesekompetenz positiv beeinflusst. Mit der Lesekiste werden den Schülern im Schulalltag Freiräume eingeräumt, sich in Ruhe ein Buch auszusuchen und dieses alleine still für sich zu lesen. Dabei können individuelle Interessen und Neigungen berücksichtigt werden.

Die Kinder starten mit verschiedenen Voraussetzungen, dies macht sich besonders in den unteren Klassen der Sekundarstufe bemerkbar. Einige Kinder sind in der Leseentwicklung noch nicht so fortgeschritten wie andere Schüler in ihrer Altersgruppe. Die Kinder bringen unterschiedliche Erfahrungen und Begabungen mit. Kinder aus Elternhäusern, die großen Wert auf Bücher und Printmedien legen, haben gute Voraussetzungen für die Leseentwicklung.

Gerade die festverankerte Lesezeit im Deutschunterricht, in der jeder Einzelne sein eigenes Buch wählen und das Lesetempo individuell gestalten kann, geht auf diese Heterogenität der Schüler ein und ermöglicht ein differenziertes Arbeiten. Die Schüler schreiben ihre gewonnenen Eindrücke in ihr Lesetagebuch. Dabei können sie individuell ihre Gedanken äußern und fassen zusätzlich kurz das Gelesene inhaltlich zusammen.

Die Lehrer der Carl-Engler-Realschule haben die Erfahrung gemacht, dass der Einsatz der Lesekiste auch die Sprachentwicklung der Schüler fördert. Dies wirkt sich positiv auf alle Fächer aus und darüber hinaus auf den Alltag der Kinder und Jugendlichen. Denn Lesen ist ein Prozess, bei dem die Schüler kognitiv und emotional in ihrem Denken gefordert sind und gefördert werden. Bei der Leseförderung mit der Lesekiste im Unterricht geht es auch um die Vertrautheit mit Büchern und um die Festigung der Lesegewohnheit, die über die Schulzeit hinaus erhalten bleiben soll. In unserer heutigen Welt der Medienvielfalt ist das Lesen wichtiger denn je, denn eine gute Lesekompetenz hat auch einen positiven Einfluss auf sämtliche Fächer und auch auf den Umgang mit anderen Medien, die wir derzeit zur Verfügung haben. ar

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