Lidl macht Rückzieher bei Abholstationen für bestellte Ware
, 16.02.2017
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16.02.2017 14:05
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Neckarsulm (dpa) - Gut eine Woche nach dem überraschenden Chefwechsel bei Lidl stampft der Discounter ein Pilotprojekt zum Ausbau des Online-Handels ein.

Die geplanten Abhol-Minisupermärkte «Lidl Express» würden nicht eingeführt, teilte Lidl in Neckarsulm mit. Nach einer Machbarkeitsprüfung sei man zu dem Schluss gekommen, «das Pilotprojekt zum Online-Handel mit frischen Lebensmitteln nicht in eine operative Phase zu überführen». Man wolle sich auf den Ausbau internationaler Online-Shops fokussieren.

Das Projekt sollte an der Schnittstelle zwischen Online- und Offline-Welt ansetzen: Nach Bestellungen im Internet sollten Kunden Waren in den kleinen Filialen abholen können. In Berlin wurde eine Pilotfiliale eingerichtet, die aber nicht eröffnet wurde.

Auch andere Einzelhändler wie die Sportartikel-Kette Decathlon setzen auf das Konzept, bei dem Lagerkosten gespart werden. Supermarktketten wie Rewe experimentieren mit «Click & Collect»-Abholfunktionen, insgesamt sind sie im Lebensmittel-Einzelhandel aber noch nicht sehr verbreitet. Discounter-Konkurrent Aldi ist hier noch gar nicht tätig.

Vergangene Woche hatte sich die Schwarz-Gruppe, zu der Lidl gehört, überraschend von ihrem Chef Sven Seidel getrennt und dies mit unterschiedlichen strategischen Auffassungen begründet.

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