Krimikomödie im Stammberg
Schriesheim, 07.01.2017
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07.01.2017 05:00
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Schriesheim. Der Abriss des Pavillons bei der Strahlenberger Grundschule hat gleich zwei Schriesheimer Vereine obdachlos gemacht. Während der MGV Lyra Unterschlupf im katholischen Gemeindehaus erhielt und dort seine Proben abhält, sah es bei der Theatergruppe „Rebläuse“ lange Zeit nicht gut aus. Trotz Aufrufen in der Lokalpresse und im Amtsblatt fand sich für die Laienschauspielgruppe kein geeigneter Ort, um zu proben und vor allem, um die Kostüme und Requisiten zu lagern.

Doch letzten Endes blieb der Hilferuf nicht ungehört. Günther Förster, Leiter des Talhofs, und Michael Meisel, Leiter des Altenpflegeheims Stammberg, boten der Gruppe eine neue Wirkungsstätte an. „Wir waren wahnsinnig glücklich, als wir den Anruf bekamen“, berichtet Angelika Strelow-Reichardt. Da der Talhof über eine gut ausgestattete Bühne verfügt und im Stammberg genügend Raum für die Requisiten und Platz zum Proben bietet, ist das neue Domizil geradezu ideal. Bereits Ende 2015, als der Gruppe die Kündigung der Stadt ins Haus flatterte, machte sie sich auf die Suche nach einer Alternative. „Der Anruf von Förster war wie ein Sechser im Lotto“, äußert sich die Theaterleiterin. Das größte Problem sei gewesen, geeignete Räumlichkeiten für die Requisiten zu finden. Diese seien im Stammberg vorhanden. Im Keller lagern jetzt gut geschützt die Kostüme, geprobt wird im ersten Stock, im ehemaligen Raum für die Beschäftigungstherapie. Die Proben zum neuen Stück laufen bereits auf Hochtouren.

Die Rebläuse spielen diesmal eine Kriminalkomödie mit dem vielsagenden Titel „Ein Mordstheater“, in der man nicht so genau weiß, ob es tatsächlich einen Mord gibt oder vielleicht doch nicht. Immerhin steht der Termin der Premiere fest: 30. Juni. Zuerst habe man ein anderes Stück geplant, berichtet Susanne Beier, doch da man nicht über die notwendigen Männer verfügte und der Verlag nicht erlaubte, die Rollen mit Frauen zu besetzen, musste man sich nach einer Alternative umsehen.

Viel will die Truppe über den Inhalt noch nicht verraten. Das „Theater im Theater“ sei eine spannende Krimikomödie mit einer großen Portion Situationskomik, also eine „Schenkelkopfkomödie“. Neu in den Reihen der Laienschauspieler ist Ralph Kaiser, der im Juni sein Debüt gibt. Was die männlichen Darsteller angeht, da mangelt es noch immer. „Wir sind über jeden Zugang glücklich“, macht Beier möglichen Einsteigern Mut, sich zu melden. Der Raum im Talhof bietet Platz für 100 Personen.

Aufführungen gibt es am 30. Juni sowie am 1,. 2., 7., 8. und 9. Juli Samstags öffnet sich der Vorhang um 20 Uhr, sonntags um 18 Uhr. Der Vorverkauf der Karten beginnt voraussichtlich im März. greg

Infos im Internet: www.reblaeuse-theater.de

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07.01.2017 05:00
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