Wein, Speisen, viele Bilder und Gesang
Hirschberg, 06.11.2017
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06.11.2017 05:00
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Hirschberg. Gastfreundschaft zählt zu den besonderen Werten in einer Partnerschaft und so fackelten die Organisatoren des Partnerschaftsvereins Hirschberg auch nicht lange, als mehr Gäste als erwartet zum traditionellen Partnerschaftsabend im Bürgersaal erschienen – kurzerhand schaffte man Tische und Stühle ran und deckte geschwind ein. Wie auch in der französischen Kultur war der Genuss von Wein und gutem Essen ein fester Bestandteil des gemütlich-geselligen Abends.

Dieser wurde zudem um die literarische, musikalische und audiovisuelle Komponente erweitert: Der Hirschberger Musiker Helmut Steger sorgte mit einer kleinen Gesangsstunde für ein musikalisches „Entrée“ und brachte den Gästen das bekannte Volksstück „Frère Jacques“ mit zusätzlichen Zeilen im Saasemer Dialekt bei. Zwischen den einzelnen Stücken, die Steger auf Französisch erklingen ließ – „À la claire fontaine“, „Beaux yeux“ und „Fais dodo“ – verlas der Hirschberger Musiker verschiedene lyrisch-poetische Texte.

Dabei durfte natürlich auch der „Kleine Prinz“ des französischen Autors Antoine de Saint-Exupéry nicht fehlen. Andächtig lauschten die Gäste der berührenden Szene zwischen dem Prinzen und dem Fuchs, der von ihm gezähmt werden möchte.

Den klanglichen „Hauptgang“ lieferte der Partnerschaftschor, der schon beim Festwochenende zum 30. Jubiläum in der französischen Partnergemeinde Brignais gesungen hatte. Statt Chorleiter Volker Schneider dirigierte Norbert Thünker. Das bunte Durcheinander beim abwechselnden Singen der deutschen Nationalhymne und der französischen Marseillaise sorgte bei dem Laienchor und bei den Gästen für viel Unterhaltung. Weil sich der Partnerschaftschor aber nicht bierernst nimmt, punktete er schon während der Premiere beim Festwochenende. Dort hatte man während seines Auftritts mit Chanson-Repertoire das selbst gestaltete Banner von Gründungsmitglied Dieter Korsch präsentiert. Korschs Aquarelle illustrieren die Reise in die Partnergemeinde sowie wichtige historische Stationen in 30 Jahren Partnerschaft. Da gibt es natürlich einiges, was auf die Leinwand gebannt werden muss: Korsch kreierte also ein sage und schreibe 25 Meter langes Banner, das sich nur mithilfe von mehreren Freiwilligen in seiner vollen Länge aufrollen ließ.

Vom kalten Büfett ging es weiter zu Kaffee und Kuchen, man tauschte sich bei einem „Coteaux-du-lyonnais“ über das Festwochenende in Brignais aus, das nun schon fast einen Monat zurückliegt.

Magdalena Kiefert-Mühleisen hatte die Reise in Bildern eingefangen: von der Abfahrt über das actionreiche Programm und den Festabend bis hin zu den Zeremonien am Abreisetag und den zusätzlichen Ausflug einiger Mitglieder nach Annecy. Die Diashow vermittelte auch jenen, die nicht dabei gewesen waren, einen besonderen Eindruck – und vielleicht auch die Lust, das nächste Mal mit nach Frankreich zu fahren. lim

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