Ein Anruf kommt selten allein
Oberflockenbach, 11.01.2017
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11.01.2017 05:00
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Oberflockenbach. Januar ist Theaterzeit beim Michelbächer Schatullsche. An vier Wochenenden im Januar öffnet sich der Vorhang im TVW-Vereinshaus in Wünschmichelbach am Bärsbacher Weg. Regisseur Horst Scheuermann besetzte das Stück „Iwwerzwerschi Händyluscht“ optimal. Das Stück von Wolfgang Bräutigam entpuppte sich schon bei der Premiere als Glücksgriff. Das Publikum war begeistert.

Nach der Begrüßung durch Alexander Kunze stimmten die Straßenmusikanten Sonja Kaffenberger, Doris Jungmann, Ullrich Fath und Volker Cestaro das Publikum mit dem Lied „Wieder mal ist es so weit, wieder mal Theaterzeit“ auf das Stück ein. Es drehte sich um die Handylust der Jugend und strikte Ablehnung des modernen Kommunikationsmediums bei manchem der älteren Generation.

Alois (Horst Scheuermann) überzeugte in der Rolle des ablehnenden, rückständigen Bauern. So bewirbt er sich auch prompt für die Fernsehsendung „Zurück ins 16. Jahrhundert“, um seine Familie zu kurieren und zu überraschen. Seine Frau Inge (Katja Kiefer feierte ein brillantes Debüt) weiß nichts davon und schenkt der Magd Liesl Glauben. Viel Einfühlungsvermögen für die Rolle der Magd zeigte Silke Wagner.

Doch nicht nur der Bauer will ins Fernsehen, sondern auch Knecht Josef (Jens Müller in unnachahmlicher Art in Gestik und Mimik). Er hat sich für die Sendung „Bauer sucht Frau“ beworben. Verwechslungen sind vorprogrammiert.

Die Tochter des Hauses, eine moderne IT-Fachfrau, die charmante, verliebte Sonja (erfrischend gespielt von Diana Lochbühler) lernt ihren Freund natürlich im Internet kennen. Als dieser zu Besuch erscheint, kommt es zu Verwechslungen zwischen Magd Liesl und Sonja. Der Internetbekannte, ein gebürtiger Münchner, perfekt dargestellt von Andreas Scheuermann, bekam die Lage in den Griff. Als dann Beate Lichtlein, die elegante und korrekte Chefin der Castingfirma auftaucht (authentisch verkörpert von Nicole Weber) ist das Chaos perfekt. Nur der moderne, clevere Sohn Lukas (Dirk Jalowiky in gekonnter Manier) behält mehr oder weniger den Überblick und findet Beate nett.

Somit nicht genug, denn da ist auch noch die Oma Hedwig, glänzend verkörpert von Hannelore Feickert. Sie ist auch gleich noch giftige Schwiegermutter des Bauern. Aber da hat der Knecht Josef gleich eine Bauernregel parat: „Mischt der Bauer Gift zur Butter, ist sie für die Schwiegermutter.“ Ob sich zum Schluss alles aufklärt? – wer weiß?

Das Fazit eines Zuschauers: „Ofach toll, was häwwe mer gelacht.“ Im Hintergrund wirkten: Maske Nina Jalowiky, Souffleure: Ingrid Scheuermann und Frank Noe, Kartenvorverkauf: Anette Stamm. Zum Schluss bedankte sich Alexander Kunze bei den Theaterspielern für das tolle Stück und die daraus resultierende Unterstützung für den TV Wünschmichelbach.

Restkarten für die Zusatzvorstellung am 28. Januar unter der Telefonnummer 06201/23450.

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11.01.2017 05:00
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