„Fremde, Heimat, allerorten“
Weinheim, 09.01.2017
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09.01.2017 05:00
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Weinheim. Die Wanderausstellung „Fremde, Heimat, allerorten“, die vom 10. bis 22. Januar in der Weinheim Galerie gezeigt wird, ist eine Begegnung mit 17 Menschen – ganz unterschiedlichen Persönlichkeiten, die zwischen 1945 und 2015 als Geflüchtete aus verschiedenen Ländern in die Region Bergstraße gekommen sind. Die Ausstellung wurde vom Evangelischen Dekanat Bergstraße auf der Grundlage von Interviews erstellt.

Dank der Initiative von ehrenamtlich in der Weinheimer Flüchtlingshilfe engagierten Personen und des Netzwerks Mehrgenerationenhaus werden die Bilder für knapp zwei Wochen in Weinheim gezeigt. Die auf großformatigen Plakaten Portraitierten berichten von Lebensgefahr und Angst, von Trennungen und davon, wie schwer es war, die Heimat zu verlassen und sich an dem neuen fremden Ort zurechtzufinden.

Angewiesen auf gute Aufnahme

Ihre Erlebnisse und Erfahrungen sind unterschiedlich. Allen gemeinsam ist aber, dass sie gezwungen waren, ihre Heimat zu verlassen und die Tatsache, dass sie als „Fremde“ auf eine gute Aufnahme angewiesen waren. So wie Renate Klause, die aus Ostpreußen stammt, ihre Heimat im Winter 1946 verlassen musste und heute in Heppenheim lebt. „Für Flüchtlinge haben wir kein Brot“, erinnert sie sich an die damalige Abweisung einer Bäckersfrau. Oder die heute 43-jährige Aster Walter aus Eritrea, die 1991 nach Deutschland kam. Sie erzählt: „Ich konnte kein Deutsch, hatte keine Kontakte und der Winter war bitter kalt.“ Der junge Syrer Sami Hiliani wünscht sich 2015 „mehr Kontakt zu Deutschen, um meine Sprachkenntnisse zu verbessern“.

Zur Vernissage am Dienstag, 10. Januar, um 17 Uhr sind alle Interessierten herzlich eingeladen.

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