Falken werden arg gerupft
Neuenbürg, 06.11.2017
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06.11.2017 05:00
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Neuenbürg. Zwei Drittel der Partie sahen nach einem Duell auf Augenhöhe aus, doch in den letzten 20 Minuten zeichnete sich dann ein klares Ergebnis an. Tabellenführer und Spitzenreiter HC Neuenbürg gewann auch gegen die Falken des TSV Birkenau. Die Südhessen hielten dem konsequenten HCN gegen Spielschluss nicht mehr stand und mussten so eine bittere 27:37-Niederlage quittieren.

„Statt das gute Niveau der ersten Hälfte beizubehalten, haben wir nachgelassen. Neuenbürg dagegen nicht“, sagte TSV-Trainer Gabriel Schmiedt. Für die nächsten Aufgaben – angefangen mit dem Derby am Sonntag in Heddesheim – muss sich der TSV steigern. „Wir müssen wieder auf die Beine kommen.“

Dabei sah es zunächst tatsächlich gut aus für Birkenau. Die Odenwälder gingen nicht nur durch einen Siebenmeter von Sascha Höhne nach 101 Sekunde in Führung, sie lagen auch in der 14. Minute wieder mit 7:5 in Front. Die Neuenbürger Auszeit sorgte zwar für den zwischenzeitlichen Ausgleich, doch ein Doppelpack von TSV-Spielführer Gerrit Fey stellte den alten Abstand wieder her. „Beide Teams haben im ersten Abschnitt auf einem sehr guten Niveau gespielt“, sagte Schmiedt.

Dann kam aber der Bruch. Drei Tore des HCN drehten die Partie. Die folgende TSV-Auszeit brachte nichts ein, ein verworfener Siebenmeter und ein weiteres Gegentor – schon stand es 12:10 für die Hausherren. Der Ausgleich gelang zwar in der Schlussminute, doch zwei Unkonzentriertheiten des TSV nutzte Neuenbürg eiskalt zum 14:12-Halbzeitstand. „Ein, zwei Abspielfehler hatten wir drin, das passiert im Laufe einer Partie aber“, sah Schmiedt das noch gelassen: „Trotzdem ist es schade, dass wir nicht mit einer Führung in die Pause gegangen sind.“

Die ersten zehn Minuten nach dem Seitenwechsel blieben hoch spannend, dann baute der TSV ab. „Wir konnten in dieser Woche kaum gemeinsam trainieren, da wir sehr viele Angeschlagene haben. Das hat man dann ab der 40. Minute gesehen – es hat heute den Unterschied ausgemacht.“ Nun schlichen sich immer mehr Fehler ein, die Gastgeber nutzte diese geschickt. „Neuenbürg hat gerade nach der Pause jeden unserer Fehler knallhart be-straft.“

Schmiedt sah gegen den ungeschlagenen Tabellenführer viele Unzulänglichkeiten seines Teams. „Wir haben 17 Bälle durch Abspiel- und technische Fehler vertändelt. Zu oft haben wir die falschen Entscheidungen getroffen.“ Mit Blick auf die kommenden Aufgaben in der Fremde wird es nicht leichter. „Es ist eine ungünstige Zeit zum Verlieren“, bekannte der TSV-Coach. msc TSV Birkenau: R. Dietrich, Fremr; Höhne (3/1), Fey (6), Kümpel (2), Barrientos, Kinscherf, Böhm (7/3), S. Dietrich (1), Zehrbach, Helbig, Schneider, Kleis (8), Conrad.

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