MINT 4.0 erforderlich
Zur Industrie 4, 17.02.2017
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17.02.2017 05:00
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Leserbrief
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Zur Industrie 4.0 entwickeln

WN vom 13. Februar

Dass die bereits begonnene vierte Industrielle Revolution (Industrie 4.0) unser Leben tief greifend beeinflussen wird, ist zwischenzeitlich kein Geheimnis mehr. Erstaunlich ist jedoch, dass die maßgeblichen Akteure besonders vor den negativen Folgen für unsere Gesellschaft und den Gefahren für Arbeitsplätze warnen. Die Chancen, die sich durch eine führende Rolle in der Industrie 4.0 im weltweiten Wettbewerb für unsere Wirtschaft ergeben könnten, werden in der öffentlichen Diskussion kaum thematisiert.

Wie wollen wir aber die Chancen ergreifen, wenn uns schlicht und einfach die hierzu erforderliche Qualifikation unserer jungen Leute fehlt? Die Industrie 4.0 besteht zum größten Teil aus dem flächendeckenden Einsatz miteinander kommunizierender Softwaresysteme, also Computerprogrammen höchster Komplexität. Um solche Programmsysteme entwickeln zu können, ist eine breit angelegte, früh beginnende und intensive Bildung unserer Schüler in den allgemeinbildenden Schulen auf den Gebieten der Informatik erforderlich.

Hier sieht es jedoch bei uns sehr traurig aus. Es fehlen zunächst die hierzu erforderlichen Informatiklehrer und auch, man muss es leider sagen, die Begeisterung in unserer Gesellschaft für die konstruktive Bewältigung der aktuellen und künftigen Anforderungen auf den Gebieten der modernen Arbeitswelt.

Wir brauchen ganz dringend verbindliche Lehrpläne, in denen das Kernfach Informatik einen hohen zentralen Stellenwert innehat und die restlichen MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) hiermit intensiv verflochten sind. Wir benötigen also dringend MINT 4.0 und die erforderlichen Lehrer, die MINT 4.0 unseren Kindern schon in deren frühen Bildungsphasen beibringen können.

Alfred Moos, Hemsbach

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