Marder tritt in illegale Schlagfalle
Schriesheim, 02.11.2017
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02.11.2017 05:00
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Schriesheim. Suche nach Tierquäler: Am späten Sonntagabend hörten Anwohner der Unteren Kippstraße in Schriesheim laute Schreie hinter dem Haus und entdeckten einen Marder, der mit der Vorderpfote in einer verbotenen Schlagfalle steckte. Das verängstigte Tier hatte sich unter großen Schmerzen in den Kellereingang des Hauses geflüchtet. Einsatzkräfte der Feuerwehr Schriesheim, Abteilung Altenbach, befreiten den Marder und übergaben ihn der Polizei. Die Berufstierrettung Rhein-Neckar kümmerte sich um die weitere Versorgung des Marders in einer Tierklinik. Da das Tier durch das Gewicht der Falle nicht weit gelaufen sein konnte, wird davon ausgegangen, dass das verbotene Fangeisen in der Nähe des Hauses aufgestellt wurde.

Der Einsatz von Totschlagfallen ist in Baden-Württemberg verboten. Die Polizei hat die Falle sichergestellt und die Ermittlungen aufgenommen. Um die Suche nach dem Tierquäler zu unterstützen, setzt die Tierrechtsorganisation PETA jetzt eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro für Hinweise, die den Fallensteller überführen, aus. Zeugen, die Informationen beisteuern können, wenden sich an die Polizei und haben die Möglichkeit, sich unter der Rufnummer 01520/7373341 oder per E-Mail bei PETA zu melden. Vor einigen Monaten soll eine Katze ebenfalls in dem Gebiet in eine solche Falle geraten sein. „Illegale Tellereisen und Totschlagfallen können für Tiere zum Martyrium werden: Schlagen die Fanggeräte zu, hängen die Tiere oft schwer verletzt fest und leiden unter Angst und entsetzlichen Schmerzen, bis sie gefunden werden oder qualvoll sterben“, so Judith Pein von PETA.

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