Merkwürdige Veranstaltung
28.10.2017
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28.10.2017 05:00
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Leserbrief
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Aufregung ums Gemeindehaus

WN vom 20. Oktober

Die Gemeindeversammlung der evangelischen Kirchengemeinde Laudenbach war für die meisten Teilnehmer eine ziemlich merkwürdige Veranstaltung. Es dauerte einige Zeit, bis man überhaupt feststellen konnte, worauf die 27 Unterzeichner mit ihrer Forderung nach Einberufung einer außerordentlichen Gemeindeversammlung hinaus wollten, zumal sich kein Wortführer meldete. Im Rückblick konnte man sich die Frage stellen, warum Frau Schwarz – selbst Mitglied des KGR – bei ihrer sehr deutlichen Opposition gegen dieses Entscheidungsgremium nicht besser ihren Rücktritt erklärt und sich dann von außen als Wortführerin präsentiert hätte.

Man wurde ja auch den Verdacht nicht los, dass sie selbst die Initiatorin der Sache war. Mir erschien dieser Tatbestand die eigentliche Intransparenz an diesem Abend zu sein. Dass sowohl der Vorsitzende des KGR, Mathias Fried, als auch die Versammlungsleiterin, Vanessa Baumann, mit dieser Situation im Prinzip überfordert waren, versteht sich von selbst.

Frau Baumann konnte mit einer ruhigen Ausstrahlung sehr souverän mit dem losgetretenen Kritik-Hickhack umgehen. Frau Schwarz nahm für sich in Anspruch, Schaden von der Gemeinde abwenden zu wollen. Diesen Schaden sieht sie auf der finanziellen Seite. Nach meiner Überzeugung konnten an diesem Abend einige Zweifel entkräftet oder sehr deutlich abgemildert werden. Was aber blieb ist, dass die Kritik sich jetzt als deutliches Störmanöver zur Verwirklichung des neuen Gemeindehauses erweist. Ich denke, dass hier nun der wirkliche Schaden entsteht. Es ist schon lange ein unerträglicher Zustand, dass vor allem die Jugendgruppen sich an vier verschiedenen Orten in Laudenbach treffen müssen, weil sie keinen Raum mehr haben.

Der KGR und die Pfarrerin unterstützen diese Jugendarbeit sehr, gelegentlich mit dem Satz „Wer die Jugend hat, hat die Zukunft“. Ein Satz aus der Bibel hat einen ähnlichen Klang und beschreibt die Zielsetzung in den Jugendgruppen noch besser: „Wer den Sohn hat, hat das Leben“. Die Leiter der Jugendkreise haben sich zum Ziel gesetzt, dass Jugendliche in eine persönliche Beziehung zu dem Sohn – Jesus Christus – kommen. Wenn hier weitere Behinderung durch Bauverzögerung entsteht, ist das ein weitaus größerer Schaden als (vermeintlich und vielleicht) fehlendes Geld.

Konrad Zimmermann, Laudenbach

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28.10.2017 05:00
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