Ökodiktatur?
23.12.2016
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23.12.2016 05:00
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Leserbrief
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Klagen verzögern Fortgang

OZ vom 8. Dezember

„Der Jahreswechsel gibt uns Anlass, innezuhalten.“ So schreibt Peter Stephan auf seiner Internetseite. Er zitiert Gandhi: „Die Zukunft hängt davon ab, was wir heute tun.“ Er dankt allen Mitbürgern für das gute Miteinander. In seiner Attacke gegen den BUND und gegen die Befürworter der Tunnellösung für die B 38 a schlägt er andere Töne an.

Der BUND trete die Interessen der Menschen mit Füßen, wolle verhindern, dass durch ein zu schaffendes Gewerbegebiet neue Arbeitsplätze entstehen, diesem Verband fehle jedwedes Interesse für die Sorgen und Nöte der Menschen, es werde Zeit, dass dieser Ökodiktatur ein Ende gesetzt wird. Was stellt sich Herr Stephan hier wohl vor?

Dass immer größere Eingriffe in Natur und Umwelt Menschen große Sorgen machen, dass die Erhaltung und der Schutz der Natur im existenziellen Interesse der Menschen und ihrer gegenwärtigen und zukünftigen Lebens- und Arbeitsbedingungen liegt, dass es dem BUND also durchaus nicht um die Verhinderung neuer Arbeitsplätze geht, auf solche Überlegungen lässt sich Herr Stephan nicht ein, müsste er doch dann sachlich argumentieren, sich mit kritischen Positionen, also mit der Tunnelvariante, einer echten, sinnvollen Alternative, die ja gerade den Menschen nutzen wird, und dem Problem des wachsenden Landschaftsverbrauchs auseinandersetzen.

Das tut er bewusst nicht, sondern diskriminiert und schürt Ängste. Er bedient sich einer Rhetorik, die Stimmung machen will. Von einem Volksvertreter sollte man doch anderes erwarten. Die Zukunft hängt auch davon ab, was und wie wir heute reden.

Christoph Stritter, Rimbach

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