Reform bitter nötig
30.12.2016
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30.12.2016 05:00
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Leserbrief
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Papst feiert Geburtstag

WN/OZ vom 17. Dezember

Papst Franziskus hat eine Menge Hoffnungen geweckt und es ist zu wünschen, dass er noch viele Jahre durchhält, um seine Kirchenreform durchzusetzen, die bitter nötig ist. Aus der jahrhundertelangen machtbewussten und zentralistischen Herrschaftsbürokratie will er einen modernen Diensleister machen. Bei der Vatikanbank konnte er schon einen Erfolg verbuchen. Es gelang ihm, den Augiastall der Vatikanfinanzen auszumisten. Er will eine Kirche mit einfachem Lebensstil, die sich vorrangig dem Dienst an den Armen widmet. Damit greift er ein Vorhaben auf, das sich schon Papst Johannes XXIII und viele Bischöfe im Katakombenpakt beim 2. Vatikanischen Konzil 1965 auf die Fahne geschrieben hatten. Franziskus ist ein Provokateur für eine gerechte Welt und gegen die Auswüchse des globalen Kapitalismus. Mit seiner Art, das Papsttum auszuüben, hat er sich aber viele Feinde gemacht. Der größte Widerstand kommt aus den eigenen Reihen. Der Vatikaninsider Marco Politi schätzt, dass im Vatikan etwa 20 Prozent auf seiner Seite stehen, 10 Prozent offenen Widerstand leisten und der Rest im Hintergrund bleibt und auf den nächsten Papst wartet. Es ist zu hoffen, dass er mit seinen Reformen neue Wege zu den Menschen findet, die sich zwar mit der christlichen Botschaft identifizieren können , aber kein Interesse mehr an überlebten und kirchlichen Strukturen und ihrem Hierarchiedenken haben.

Wilhelm Kleinhubbert, Hemsbach

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