Respekt und Hochachtung
23.12.2016
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23.12.2016 05:00
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Leserbrief
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Wunsch nach Stärkung der Demokratie

WN vom 19. Dezember

Respekt und Hochachtung für die deutlichen Worte, die Weinheims Oberbürgermeister Heiner Bernhard in seiner Ansprache anlässlich des Weinheimer Weihnachtsmarktes fand. Gerade jetzt in der Weihnachtszeit besinnen sich viele Menschen auf christliche Werte wie Nächstenliebe und Menschlichkeit.

Diese Werte gilt es in der Tat zu verteidigen. Jedoch nicht auf die Art und Weise, wie es zurzeit viele Populisten in Europa tun, nämlich auf wehrlose und schutzsuchende Flüchtlinge verbal und physisch einzuschlagen. Die Schuld an den Auswirkungen einer verfehlten Politik darf nicht auf diese Bevölkerungsgruppen abgewälzt werden. Um es mit einem Zitat von Immanuel Kant auf den Punkt zu bringen: „Das Recht muss nie der Politik, wohl aber die Politik jederzeit dem Recht angepasst werden.“

Wenn Menschenrechte durch das Handeln von narzisstisch veranlagten Politikern und Managern, die ausschließlich ihre eigene Macht- und Gewinnmaximierung im Blick haben, mit Füßen getreten werden und infolge dessen über 60 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht sind, stelle ich mir schon die Frage, ob diese Art von (Wirtschafts-)Politik mit christlichen Werten noch vereinbar ist.

Es bleibt zu hoffen, dass sich die vielen selbst ernannten „Retter“ des christlichen Abendlandes nicht nur jetzt in der Weihnachtszeit auf eben diese Werte des Christentums besinnen, die sie so gerne verteidigt sehen wollen, und den populistischen Rattenfängern dieser Zeit eine klare Absage erteilen.

Joachim Brenneis, Fürth

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