Revolutionärer Umbruch
11.02.2017
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11.02.2017 05:00
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Leserbrief
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Plakataktion zu Papst Franziskus

WN/OZ vom 6. Februar

In Rom regt sich Unmut, und es wird mit Plakataktionen Stimmung gegen Papst Franziskus gemacht. Medien spekulieren, dass dahinter die Konservativen der Kurie stecken könnten. Mit seiner Art, das Papsttum auszuüben, hat sich Franziskus viele Feinde gemacht. Der größte Widerstand aber kommt aus den eigenen Reihen. Es sind in erster Linie die Erzkonservativen aus der Kurie und viele Altbischöfe. Sie werfen ihm vor, er betreibe eine populistische Copacabana-Theologie und bezeichnen ihn, im Gegensatz zu seinem Vorgänger, als theologisches Leichtgewicht. Andere werfen ihm politische Dummheit vor. Aus den Medien konnte man vor einiger Zeit entnehmen, dass es bei der italienischen Mafia sogar Überlegungen gegeben habe, ihn zu töten, weil er bei seinem Besuch in Kalabrien alle Mitglieder der Mafia exkommuniziert hatte. Franziskus betreibt einen revolutionären Umbruch der Kirche, der bitter nötig ist. Seine Gegner werfen ihm vor, das Amt des Papstes zu säkularisieren und damit zu entweihen. Es ist nur zu hoffen, dass er noch lange genug lebt, um seine Volk-Gottes-Bewegung durchzusetzen und die vielen geistigen Krankheiten der Kurie zu heilen. Sonst hat diese Kirche auf lange Sicht keine Zukunft mehr.

Wilhelm Kleinhubbert, Hemsbach

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