Schließung überdenken
21.01.2017
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21.01.2017 05:00
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Leserbrief
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Sparkasse wirbt mit Service und schließt

WN/OZ vom 9. Januar

Für die Bürger in Nieder-Liebersbach hat das neue Jahr nicht gut angefangen. Dabei hat die Sparkasse Starkenburg in einer mehrfarbigen Anzeige in der Birkenauer Gemeinde-Rundschau, Ausgabe 1 vom Januar, mit dem berühmten Slogan geworben: „Service ist einfach… wenn wir in der Nähe sind“.

Das war schon starker Tobak. Wo bleibt da die viel beschworene Nähe zum Sparkassenkunden?

Die Menschen des größten Ortsteils von Birkenau, mit nahezu 1800 Einwohnern, sollten es wert sein, dass wenigstens noch ein Geldautomat und Kontoauszugsdrucker vorhanden sind und wie zum Beispiel Frau Eichstädter in einem Leserbrief vorgeschlagen hat, die SB-Filiale zu bestimmten Stunden oder an bestimmten Tagen geöffnet ist. Man kann den Unmut der Bürger nachvollziehen. Was nützen moderne SB-Geräte, wenn ältere Menschen sie einfach nicht erreichen können, kein Auto mehr fahren können oder kein Fahrzeug haben?

Ich denke, das sind auch die Folgen, dass viele Bürger mit großem Elan auf das digitale Banking aufgesprungen sind, da kann man ja alles bequem von zu Hause aus erledigen. Diejenigen, die mit einem Computer nicht klarkommen, die haben eben das Nachsehen.

Bei aller Unterstützung der Sparkassenstiftung für die Kultur, sollte man vielleicht einmal darüber nachdenken, ob nicht bei Kunstobjekten für Kunstwanderwege Einsparungen möglich sind, zugunsten der Unterhaltung eines Geldautomaten, der in dem noch verbliebenen kleinen Raum der Sparkasse seinen Platz hätte. Es stellt sich mir auch die Frage, welchen Nutzen für die Allgemeinheit haben zum Beispiel die zahlreichen, riesigen in Stein gemeißelten Skulpturen oder auch vor sich hin rostende Metallgebilde, die irgendwo auf einem Höhenweg in unserer Landschaft stehen und bei dessen Anblick man sich oftmals fragt, was sie bedeuten sollen.

Mein Appell an die Sparkasse: Bitte überdenken Sie wohlwollend noch einmal Ihre Schließung, damit der Kundenstrom zu der Institution Sparkasse Starkenburg nicht eines Tages versiegt.

Günther Steinmaus, Birkenau

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