Seltsames spielt sich im Schloss ab
Aschbach, 26.10.2017
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26.10.2017 05:00
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Aschbach. Sie machen vieles gemeinsam, entwickeln ihre große Aufführung im Team, sparen nicht mit Inszenierungseinfällen, von denen sie selbst nicht wissen, ob sie als Pointen im Publikum landen. Sie basteln gemeinsam am Bühnenbild und wandeln so manchen Spruch und manche Weisheit ins Ourewellerische – für jeden verständlich – ab: Die Theatergruppe Aschbach. Am 3. und 4. November, Freitag und Samstag, wird ihr aktuelles Stück „Ehrensache“ – eine Komödie in drei Akten von Tina Segler – in der Mehrzweckhalle Aschbach aufgeführt.

Die Theatergruppe Aschbach hat mit über 40 Jahre Bestehen eine große Tradition. Tradition ist es mittlerweile auch, dass der Reinerlös aus dem Verkauf der Eintrittskarten einem guten Zweck zukommt. Darüber darf sogar das Publikum entscheiden oder eigene Vorschläge einbringen. Im letzten Jahr durften von einem jeweils erklecklichen Betrag der Verein „Paulinchen“ für brandverletzte Kinder sowie der „Koboldshof“ bei Bad König, eine Wildtierauffangstation, partizipieren.

Jeder bringt seine Ideen ein

Die Probearbeiten in der Mehrzweckhalle für das aktuelle Stück gehen gerade in die intensive Phase. Am Bühnenbild – dieses Jahr mit einigen Effekten von besonderer Bedeutung – wird letzte Hand angelegt. Die Leitung hat Sabrina Fischer inne, früher selbst Mitspielerin. Sie möchte aber nicht Regisseurin genannt werden, weil eben vieles gemeinsam entwickelt wird, jeder seine Ideen einbringen kann. Dafür übernimmt sie organisatorische Arbeiten wie die Korrespondenz mit den Behörden, das Bestellen der Karten, die Gestaltung und Verteilung der Plakate, die Einrichtung der Vorverkaufsstellen oder aber auch das Koordinieren der technischen Arbeiten und.

Die Schauspieler sind waschechte Aschbacher. Dazu gehören die Leute, die sich bereits in die Herzen der Zuschauer gespielt haben, beispielsweise Peter Jäger, Eileen Kumpf, Stefanie Rohr, Anna Lehner, Kirsten Bihn, Patricia Knapp, Stephanie Schmitt, Eva Wetter oder David Heiligenthal. Im letzten Jahr hat man sich Bastian Hahn aus Scharbach „ausgeliehen“, der in der jüngsten Produktion der Sommerspiele Überwald eine tragende Rolle gespielt hat, und, so Fischer, „gleich einmal im Ensemble behalten“. In dem Stück geht es um ein altes Schloss (es spielt dann auch in der Empfangshalle des altehrwürdigen Gebäudes), das der verstorbene Baron seiner Enkelin samt Butler und Köchin vermacht hat. Das Erbe ist allerdings an Auflagen gebunden . . . 

Das Geschehen nimmt seinen turbulenten Lauf. Was macht man aus dem alten Kasten? Ständig passieren seltsame Dinge. Und schließlich will auch noch die ortsansässige Theatergruppe einziehen, um im großen Saal eine rauschende Premiere zu feiern. Es entwickelt sich ein Theater im Theater. So ein Theater. Das Publikum darf gespannt sein und herzhaft lachen. Für die bewährt gute Bewirtung vor dem Stück, in den Pausen des Dreiakters und danach steht die Helfertruppe des TSV Aschbach. mk

Der Vorverkauf ist in vollem Gange. Karten sind erhältlich bei Optik Gross und BTR-Office in Wald-Michelbach und bei Elektro Werner in Aschbach.


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26.10.2017 05:00
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