Senioren können gemeinsam werkeln
Weinheim, 12.10.2017
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12.10.2017 05:00
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Weinheim. Die Werkstatt liegt verborgen in einem verwunschenen Garten inmitten des Gerberbachviertels. Drinnen riecht es nach frisch gesägtem Holz und Leim, unzählige Schubladen lassen auf eine gewisse Ordnung schließen – die große verzierte Säge ist ein Museumsstück – ansonsten wird da noch gehobelt bis die Späne fliegen.

So sieht es aus im neuen „Woinemer Männerschuppen“: Das ist der nächste Projekt des „Runden Tischs Demografie“. Begleitet vom Weinheimer Amt für Soziales, Jugend, Familie und Senioren sitzen dort Menschen, die sich ehrenamtlich um ein schöneres Älterwerden in der Stadt kümmern.

Der „Woinemer Männerschuppen“ ist ein weiteres Angebot für Ältere und Junggebliebe in der Stadt, nach dem „Woinemer Kaffeekino“ und dem „Woinemer Kaffeeball“. Diesmal richtet es sich an ältere Herrschaften, die gerne basteln und heimwerken, zu Hause aber keine Möglichkeit haben, das alles auch lieber in geselliger Runde und mit fachmännischer Anleitung tun möchten.

Hinter der Idee des „Männerschuppen“ steckt, dass Heimwerker auch im fortgeschritteneren Alter ihre handwerkliche Begabung nicht verlieren, sich gerne nützlich machen und Spaß am Hämmern, Bohren und Schrauben haben.

Das gemeinsame „Werkeln“ hält auch fit, gibt Zeit zu Gesprächen, und im besten Fall können wohltätige Organisationen auf den „Männerschuppen“ und seine ehrenamtlichen Dienstleistungen zurückgreifen. Ute Schleh und Amtsleiter Claus Hofmann vom zuständigen Rathaus-Fachamt sind nach dem ersten Impuls aus dem Förderverein Alzheimer auf die Suche nach einer Werkstatt gegangen und dabei ebenso fündig geworden wie bei fachkundigen (An-)Leitern für die Teilnehmer.

So konnten sie stundenweise eine wahrlich historische Bastelecke anmieten: Die frühere Werkstatt des Künstlers Emil Rensland im „Templerhaus“ in der Münzgasse in Nachbarschaft zum Kerwehaus.

Dort wird, beginnend am 19. Oktober, jeweils einmal in der Woche von 9 bis 13 Uhr der „Woinemer Männerschuppen“ angeboten. Die Teilnahme ist kostenfrei; ebenso bis auf Weiteres Material und Werkstatt, denn Hohensachsens Ortsvorsteherin Monika Springer, selbst Mitglied am „Runden Tisch Demografie“ und begeistert vom „Männerschuppen“-Projekt, hat zu ihrem 60. Geburtstag zu diesem Zweck statt Geschenken Spenden erwünscht; so ist eine erste Finanzierung gesichert. Monika Springer will die „Schaffer“ sogar mit einem Frühstücksvesper unterstützen. Die Bastelarbeiten werden dann im Wechsel von Schreinermeister Helge Eidt, Schreinermeister Bernd Mohr, dem früheren Schreiner Georg Diesner und von Klaus Stapf unterstützt. Als erstes Objekt können die Heimwerker ein Vogelhäuschen bauen; Anleitung und Material gibt es im „Woinemer Männerschuppen“.

Willkommen ist jeder, Interessenten sollten sich bitte anmelden bei Ute Schleh im Amt für Soziales, Jugend, Familie und Senioren, Telefon 06201 / 82376 oder per Mail unter u.schleh@weinheim.de.

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12.10.2017 05:00
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