Stück für Stück und im Schritttempo 
Weiher/Siedelsbrunn, 24.10.2017
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24.10.2017 05:00
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Weiher/Siedelsbrunn. Stück für Stück: Seit diesem Montag rollen die Transporter mit den Teilen für die Windräder auf dem Stillfüssel vom Umladeplatz am Ortseingang Weiher in Richtung Siedelsbrunn. Vor Ort werden die Einzelteile dann unmittelbar zusammengebaut. Bis die Schwerlasttransporte allerdings erst einmal am Umladeplatz eintreffen, sind bereits mehrere Tage und Nächte vergangen, schließlich werden die Teile von Rostock oder Cuxhaven bis in den Odenwald transportiert. Seit Montag setzen sich nun die Transporter – ausschließlich tagsüber – ab Weiher über die Kreidacher Höhe in Richtung Siedelsbrunn in Bewegung. Was bedeutet das für Autofahrer? In erster Linie erst einmal viel Geduld. Teilweise ging es vielen Bereichen nur im Schritttempo vorwärts beziehungsweise hinter den Schwerlasttransporten von Weiher in Richtung Kreidach her. Unsere Fotos sind am Kreisel auf der Kreidacher Höhe entstanden – Millimeterarbeit und Fingerspitzengefühl waren hier von den Fahrzeugführern gefordert. Beeinträchtigungen im Straßenverkehr blieben also – wie angekündigt – nicht aus. Kreisbeigeordneter und Verkehrsdezernent Karsten Krug, der für die Koordination zuständig ist, erklärte bereits am Freitag gegenüber unserer Zeitung, dass die Bauteile in der Regel zwischen 7 und 8 Uhr mit Spezialfahrzeugen auf den Stillfüssel gebracht werden sollen. Das nehme etwa drei Stunden in Anspruch. Am Montag begann der Transport allerdings verzögert, „weil eine Freigabe in der eGovernment-Anwendung VEMAGS (Verfahrensmanagement für Großraum- und Schwertransporte) durch Hessen Mobil noch nicht erfolgt war. Dies wurde dann im Laufe des Vormittags nachgeholt“, hieß es am Montagabend aus dem Landratsamt. Und weiter: „Staus werden sich – auch bei aller sorgfältigen Planung – leider nicht vermeiden lassen. Diese sind allein schon dadurch bedingt, dass die Fahrzeuge nur mit Schrittgeschwindigkeit unterwegs sein können und die Strecke abschnittsweise voll zu sperren ist. Auch wenn die nach der Erstfahrt kommenden Transporte erfahrungsgemäß mit etwas weniger Zeit auskommen sollten, sind noch immer zwei Stunden pro Transport anzusetzen. Bei zwei Transporten pro Tag – am Montag war nur ein Transport wegen der beschriebenen Umstände durchführbar – wird es leider zu weiteren Staus und Engpässen kommen.“ Während des Transports ist überall Begegnungsverkehr möglich, außer auf der kurvenreichen Strecke zwischen Kreidach und Kreidacher Höhe. Diese muss für etwa 20 bis 30 Minuten voll gesperrt werden. Auch deswegen werden die Transporter durch bis zu vier Begleitfahrzeuge und anfangs auch mit einem Polizeiauto begleitet. Der Busverkehr soll in den kommenden Wochen nicht beeinträchtig werden. Um den Zeitplan einzuhalten, wurde in Abstimmung mit den Gemeinden vereinbart, dass die Transporte von montags bis samstags erfolgen. An Sonn- und Feiertagen wird es keine Fahrten geben, um die Anwohner und Autofahrer nicht noch mehr zu belasten. In den nächsten Wochen ist noch viel Geduld gefragt. Bis alle Teile der Windräder auf dem Stillfüssel angekommen und zusammengebaut sind, kann es nämlich Anfang Dezember werden. Auch die Wetterbedingungen fließen in die Planung mit ein. AWE/Bilder: Fritz Kopetzky

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