Tempolimit soll Gemeinde lebenswerter machen
Wald-Michelbach, 04.11.2017
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04.11.2017 05:00
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Wald-Michelbach. Den Überwälder-Frauen gehen die Themen nicht aus, so das Fazit des vergangenen Treffens. Vieles kam zur Sprache, unter anderem wurde der Mangel an öffentlichen Toiletten angemahnt. „Gerade die Toilette in der Heinrich-Schlerf-Anlage sollte für die Bürger täglich zugänglich sein“, so der einhellige Tenor. Hier wünschen sich die Frauen eine Lösung, wie das organisatorisch gewährleistet werden kann. „Familien mit Kindern, die im Park den Spielplatz aufsuchen, wären für diese Verbesserung dankbar“, hieß es weiter.

Iris Klein sprach unter anderem die Suche nach einem Raum für die kurzfristige Lagerung von Möbeln an. Grund: Es werden immer mal wieder Möbel für die Flüchtlingshilfe gespendet, die dann bis zur Weiterverwendung zwischengelagert werden müssen. Bisher stünde keine geeignete Räumlichkeit zur Verfügung. Hier wünscht sie sich Unterstützung seitens der Gemeinde oder auch von privater Seite.

Des Weiteren wurde diskutiert, dass an bestimmten Punkten der Gemeinde eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h sinnvoll wäre, um die Gemeinde sicher und lebenswerter zu machen. „Betrachtet man das Verkehrsaufkommen, gerade zu Stoßzeiten in der Ludwigstraße, ist es längst an der Zeit, hier über verkehrsberuhigende Maßnahmen nachzudenken“, so die Frauen einhellig.

Als zentraler Tagesordnungspunkt kam das Thema der Wiederkehrenden Straßenbeiträge auf den Tisch. Die Damen zeigten ein deutliches Interesse an der Idee, die hohen Einmalzahlungen, die Hauseigentümer bei der Sanierung ihrer Straße leisten müssen, zur Geschichte werden zu lassen. „Die Straßen werden von der Allgemeinheit genutzt, es ist widersinnig und im Grunde unlogisch, Bürger für das Stück Straße vor ihrer Haustür finanziell bluten zu lassen.“

Christiane Hennrich informierte, dass rund 40 Prozent der Gemeinden und Städte in Rheinland-Pfalz dieses System mit steigender Tendenz anwenden. In Hessen seien es 10 Prozent der Kommunen, Tendenz steigend. Auch im Kreis Bergstraße, wie zum Beispiel in Einhausen und Bürstadt, sei das Thema.

Keine der Kommunen sei bisher nach der Umstellung wieder zur Einmalzahlung zurückgekehrt und auch für Kommunen in der Größenordnung von Wald-Michelbach sei dadurch kein zusätzliches Personal in der Verwaltung erforderlich. „Anlieger, die bereits einen Einmalbeitrag in den vergangenen Jahren bezahlt haben, werden für einen längeren Zeitraum von den Wiederkehrenden Straßenbeiträgen befreit“, wusste sie.

Zu diesem Thema findet am Montag, 6. November, eine Veranstaltung mit Norbert Leistner von der Akademie für Kommunalpolitik Hessen statt, der mit der Situation in Wald-Michelbach aufgrund eines Vortrags im Rahmen der Bürgermeisterwahl vertraut ist.

Die Überwälder-Frauen treffen sich voraussichtlich das nächste Mal am 17. November.

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