Über Geschichte und Architektur
Fürth, 07.11.2017
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07.11.2017 05:00
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Leserbrief
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Fürth. Zu einem Vortrag über die Stadt Temeswar hatte die Kolpingsfamilie Fürth ins Kolpingheim eingeladen. Vorstandsmitglied Petra Oehlenschläger freute sich, das Publikum sowie den Referenten Bernhard Krastl (Bild) zu begrüßen. Krastl ist durch die Partnerschaft mit der Stadt Zabrani kein Unbekannter in Fürth.

Eine Stadt und ihre Eigenheiten

Zu Beginn erläuterte Krastl die Landesgrenzen des Banats. Krastl berichtete über die Geschichte, die Architektur, die Eigenheiten und das besondere Flair der Stadt Temeswar in Rumänien. Temeswar ist die Hauptstadt des Banates, dem westlichen Teil Rumäniens an der Grenze zu Ungarn und Serbien, und wurde zur Europäischen Kulturhauptstadt 2021 bestimmt. Diese Wahl gilt als Anlass zur Stadterneuerung und Sanierung.

Krastl erklärte, dass sich Temeswar auch bis jetzt schon „herausgeputzt“ habe. Domplatz, Freiheitsplatz und die Gassen der historischen Altstadt wurden frisch gepflastert, viele der prachtvollen Palais strahlen bereits wieder im vorsozialistischen Glanz. Doch ebenso viele Häuser mit ihren Jugendstilfassaden aus der österreich/ungarischen Zeit warten noch auf eine Schönheitskur, so der Referent.

Wirtschaft und Kultur

Das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Banates mit seiner westlichen Prägung ist im Dauerwettbewerb mit der Hauptstadt Bukarest. Für die Banater Schwaben, so Krastl weiter, war Temeswar das Kultur- und Schulzentrum schlechthin. Überdurchschnittlich viele Jugendliche haben durch die Enteignungen nach dem Zweiten Weltkrieg und der damit verbundenen Auflösung der ländlich-bäuerlichen Strukturen ihre Zukunft in den weiterführenden Schulen in Temeswar und Arad gesucht und gefunden. Am Ende des sehr interessanten Vortrags gab es ausreichend Möglichkeiten, Fragen an den Referenten zu stellen.

Vorsitzender Karl-Heinz Exner bedankte sich für die Ausführung, überreichte dem Referenten ein Präsent und dankte den Besuchern, unter denen sich auch Bürgermeister Volker Oehlenschläger und der Vorsitzende der Fürther Gemeindevertretung, Rainer Gemmel, befanden.

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