Unser Schatz ist der Kopf
28.10.2017
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28.10.2017 05:00
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Leserbrief
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Südwesten stürzt in Schulstudie ab

WN/OZ vom 12. Oktober

Nun haben wir es Schwarz auf Weiß: Ausgerechnet Baden-Württemberg, das zusammen mit Bayern und Sachsen den höchsten Bildungsstand im Land hatte, fällt auf den vorletzten Platz zurück. Wen wundert es. Überall da, wo Rot-Grün oder Rot-Rot regiert, kann man diese Entwicklung beobachten. Gerade SPD und Grüne, die am lautesten nach mehr Bildung schreien, tun genau das Gegenteil.

Sie fördern die Gemeinschaftsschulen, setzen sich für Gleichmacherei ein, senken das Bildungsniveau ab, sorgen für immer mehr Abiturienten, die spätestens an den Universitäten scheitern, weil sie den Vorlesungen nicht mehr folgen können, und führen ständig neue Reformen ein, die Lehrer, Eltern und Schüler zur Verzweiflung bringen. So hinterlässt zum Beispiel das Schreiben nach Gehör bleibende Schäden bei den Kindern im Hinblick auf die Rechtschreibung. Sie bemerken nicht das unterfinanzierte Schulsystem, die maroden Schulen, fehlende Lehrer und den Unterrichtausfall.

Bezeichnend ist, dass gerade Politiker wie Andreas Stoch, Hannelore Kraft oder Manuela Schwesig, die sich vehement für das miserable Bildungssystem einsetzen, ihre eigenen Kinder auf Privatschulen schicken. Kein Wunder also, dass es gerade auf der politischen Linken von Schul-Heuchlern nur so wimmelt.

Wenn dann noch der hessische Kultusminister trotz massivem Protest der Eltern die Genderpolitik als oberste Priorität im Lehrplan verankern möchte, dann ist nicht nur das Niveau in den Schulen, sondern auch das der Politiker gesunken.

Unsere Politiker haben offenbar noch nicht begriffen, dass Deutschland kein Agrarstaat ist und weder über Bodenschätze noch über Erdöl verfügt. Den einzigen Schatz, den wir haben, ist unser Kopf. Wenn wir diesen vernachlässigen, können wir in Deutschland das Buch zumachen. Dann gehören Wohlstand und Sozialstaat der Vergangenheit an.

Warum wird also nichts getan, obwohl seit mehr als 20 Jahren über Bildung gesprochen wird? Folgende verheerende Erklärung könnte man sich vorstellen: Die Politik handelt offenbar nach dem Grundsatz: „Je dümmer ein Volk ist, desto besser kann man es manipulieren.“ Dazu passt dann auch der Satz, der auf der Frankfurter Buchmesse zu sehen war: „Lesen gefährdet die Dummheit.“

Heinz Meder, Weinheim

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