Unter freiem Himmel im Netz surfen
Weinheim, 21.04.2017
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21.04.2017 05:20
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Weinheim. „Der Nippel da, das ist die Antenne“, sagt Stadtwerke-Chef Peter Krämer und deutet auf eine der Straßenlaternen auf dem Weinheimer Marktplatz. In zwei Exemplaren verbirgt sich nämlich mehr als nur Licht. Die Stadtwerke haben einen kostenlosen W-LAN-Hotspot auf dem Marktplatz eingerichtet und dafür zwei Laternen mit speziellen Routern ausgestattet.

Wer künftig im Freien sitzt und mit seinem Handy oder Tablet im Internet surfen möchte, der kann sich mit nur zwei Klicks kostenlos einloggen. Einfach das Netzwerk der Stadtwerke auswählen und den Internetbrowser starten. Lediglich den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGBs) muss man per Mausklick zustimmen. Der gesamte Marktplatz ist so abgedeckt, verspricht Krämer.

Keine Angst vor Missbrauch? Immerhin könnten sich die Marktplatz-Anwohner künftig ihre Internet-Verträge sparen und auf das kostenlose Netz zugreifen. Eine spezielle Registrierung ist nämlich nicht notwendig. „Wir appellieren natürlich an das soziale Verhalten der Bürger“, sagt Krämer. Das kostenlose W-LAN soll schließlich ein „touristisches Instrument“ sein, wie Stadtsprecher Roland Kern betont. „So können sich Besucher direkt auf dem Marktplatz informieren, wo es in Weinheim Restaurants oder Sehenswürdigkeiten gibt.

„Und wenn es tatsächlich jemand übertreibt, dann können wir die Kapazitäten personenbezogen herunterfahren“, sagt Willi Parstorfer von EnBW, auf deren Technik der Hotspot basiert. Oberbürgermeister Heiner Bernhard war bei der Vorstellung am gestrigen Vormittag natürlich von dem Angebot begeistert, auch wenn sein eigenes Handy erst einmal Mätzchen machte.

Nach 30 Tagen läuft der Zugang automatisch ab. „Das dient auch der Datensicherheit unserer Nutzer“, sagt Krämer. Doch durch die erneute Zustimmung zu den AGBs ist der Zugang sofort wieder aktiviert. Die Bandbreite des Hotspots ist auf durchschnittliche Nutzerprofile ausgelegt. „Sind besonders viele eingeloggt oder beanspruchen einige wenige Nutzer große Datenmengen, mindert das die Leistungsfähigkeit“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtwerke. vmr

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