Versiegelung der Landschaft
11.02.2017
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11.02.2017 05:00
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Leserbrief
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Bürgerinitiative macht wieder mobil

WN vom 2. Februar

Auf dem Neujahrsempfang verkündete Oberbürgermeister Heiner Bernhard, Weinheim brauche dringend eine Gewerbeflächenentwicklung, um aus seiner wirtschaftlichen Schieflage heraus zu kommen. Die Stadt werde, so OB Bernhard, „verschiedene Varianten prüfen“ und „mit Sicherheit nicht das aus fachlicher Sicht mit Abstand am besten geeignete Gebiet an der Autobahn, wir werden Breitwiesen nicht von der Agenda nehmen. Das wäre schlichtweg unverantwortlich.“

Als Mitglied der BI „Rettet die Breitwiesen“ entgegne ich ihm, dass die Versiegelung dieses Areals „schlichtweg unverantwortlich“ wäre. Nachfolgenden Generationen würde eine städtische Umgebung hinterlassen, die nicht nur landschaftlich verbaut, sondern ökologisch endgültig zerstört wäre. Statt das Gebiet für die Naherholung der Bevölkerung und ihre Familien zu erhalten, statt die Versorgung mit regionalen Erzeugnissen von fruchtbaren Ackerböden zu sichern, würde Weinheim eine triste Umgebung von leblosem Beton und obendrein eine Umweltverschmutzung durch höheres Fahrzeugaufkommen bekommen. Von den mit der Erschließung der Breitwiesen als Gewerbegebiet verbundenen und auf die Bevölkerung zukommenden finanziellen Belastungen ganz zu schweigen. Statt jedoch unnötige Energie in die Versiegelung unserer Kulturlandschaft zu vergeuden, sollte die Verwaltung ihr Augenmerk zuvorderst auf die Belebung der Innenstadt und, wo möglich und sinnvoll, die gewerbliche Schließung von Baulücken und ungenutzten Flächen in der Stadt richten. Sie privilegiert stattdessen lieber den Bau von unwirtschaftlichen Betonklötzen in der Ebene, die, so weit das Auge blicken kann, unser Weinheim ja auch auszeichnende Bergstraßenlandschaft verschandeln.

Doro Meuren, Weinheim

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