Von Mammutbäumen bis Lernfabrik 4.0
Weinheim, 12.08.2017
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12.08.2017 05:00
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Weinheim. Bereits zum zweiten Mal bereiste Regierungspräsidentin Nicolette Kressl den Rhein-Neckar-Kreis. Erste Station des Arbeits- und Informationsbesuchs, der von Landrat Stefan Dallinger und seinem Stellvertreter, Erster Landesbeamter Joachim Bauer, begleitet wurde, war Heddesheim, wo das Thema Zweckverband High-Speed-Netz Rhein-Neckar behandelt wurde, dem 54 Kommunen des Kreises und der Rhein-Neckar-Kreis beigetreten sind. „Es war eine gute Entscheidung, diesen Zweckverband 2014 zu gründen“, sagte der Landrat.

Weiter ging die Rundfahrt zum zum rund 60 Hektar großen Exotenwald in Weinheim. Dort erfuhr Kressl von den vielen fremdländischen Baumarten wie Mammutbäumen, chilenischen Andentannen, japanischen und nordamerikanischen Magnolienbäumen oder kalifornischen Flusszedern. Kreisforstamtsleiter Dr. Dieter Münch informierte die Regierungspräsidentin bei einem Spaziergang über die Besonderheiten und die Geschichte dieses seit 1872 bestehenden natürlichen Kleinods.

Am Nachmittag traf die Delegation des Kreisbesuchs in der GRN-Klinik Weinheim ein. Beim Rundgang durch das Klinikgebäude und das angeschlossene Ärztehaus informierte der Geschäftsführer der GRN gGmbH, Rüdiger Burger, Nicolette Kressl über die vier Klinikstandorte, das medizinische Angebot und die vorhandenen Klinikbetten im Kreis. Er machte die Regierungspräsidentin aber auch auf die aktuellen Herausforderungen kommunaler Kliniken, insbesondere im finanziellen Bereich, aufmerksam. Zudem stellte Burger die Pläne und den Baufortschritt des neuen GRN-Betreuungszentrums und Altersmedizin, ein richtungsweisendes Großprojekt im nördlichen Rhein-Neckar-Kreis, vor.

Anschließend stand ein Besuch im Zentrum beruflicher Schulen in Weinheim an. Die drei Schulleitungen, Kreszentia Ammann, Andrea Haushalter und Timo Tuschling, und der geschäftsführende Schulleiter Reinhard Müller stellten ihre Schulen mit den einzelnen Profilen vor. Die Auswirkung der Gesamtschulen auf die beruflichen Schulen, die Lehrerversorgung an beruflichen Schulen und die Regionale Schulentwicklungsplanung waren dabei ebenso Thema wie die neuen Herausforderungen der Industrie 4.0, die auf die duale Ausbildung zukommen.

Nicolette Kressl war insbesondere von der Lernfabrik 4.0 begeistert. Damit werde die Voraussetzung geschaffen, den Fachkräftenachwuchs praxisnah aus- und weiterzubilden und so auf den bevorstehenden Wandel vorzubereiten, so die Regierungspräsidentin zu den Schulleitern.

Ein kommunalpolitischer Austausch über die Digitalisierungsstrategie des Rhein-Neckar-Kreises, die Umsetzung eines Baustellenmanagements sowie erforderliche Sanierungen von Landesstraßen im Kreis, die TFA-(Trifluoressigsäure)Problematik im Trinkwasser von Edingen-Neckarhausen und der Hochwasserschutz rundeten den Kreisbesuch der Regierungspräsidentin ab.

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12.08.2017 05:00
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