WHG-Team könnte vierten Platz holen
Weinheim, 12.10.2017
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12.10.2017 14:55
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Weinheim. Es reichte leider nicht für die ersten drei Plätze beim Young Economic Summit (YES)-Wettbewerb in Kiel. Doch es gibt noch Hoffnung für die elfköpfige Projektgruppe der Schülern des Werner-Heisenberg-Gymnasiums (WHG) Weinheim: Die Abstimmung für den Viertplatzierten, der sich auf die Reise nach Berlin zu einem Vortrag vor dem Wirtschaftsministerium machen darf, könnte die Gruppe noch gewinnen. 

Beim „YES“-Wettbewerb erhalten Schülerteams aus ganz Deutschland ein Thema aus den Bereichen Gesellschaft, Natur und Politik und machen sich auf Lösungsideensuche. Die WHG-Schülergruppe, die unter der Leitung von Christoph Zuber und Tobias Naber steht, entwickelte mit Blick auf aktuelle politische Ereignisse und der Bedeutung von „Fake News“ die Website „The Checkpoint - Prove the truth!“. Sie soll Nutzern ermöglichen, Behauptungen im Internet auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen. „Der Kerngedanke hierbei ist, dass nicht irgendeine beinflussbare Person über die Wahrheit entscheidet, sondern ein komplexer Algorithmus, der verschiedene Quellen mit Blick auf deren Vertrauenswürdigkeit einbezieht, ohne selbst politisch geprägt zu sein“, erklärt das 16-jährige Teammitglied Florentin Hollert.  

Bei der zweitägigen Konferenz in Kiel Ende September bewarben sich über ein Dutzend Projekte. Den ersten Platz machte das Team der Berufsbildenden Schule Wirtschaft in Ludwigshafen mit ihrem Projekt „Company Gateway“ für Startup-Unternehmen. Den vierten Platz, auf den sich die WHG-Gruppe nun konzentriert, erhält das Team mit den meisten Stimmen im Internet. Und so funktioniert das Website-Konzept: Internetnutzer melden zweifelhafte Behauptungen auf der Website. Um den Wahrheitsgehalt der Aussagen zu überprüfen, arbeitet das YES-Team mit den entsprechenden Institutionen zusammen, die je nach Fall variieren; beispielsweise Polizei, Parteien oder Einzelpersonen. Die Ansprechpartner können jeweils mit „Ja“ oder „Nein“ beantworten, wie sie zu der Aussage der gemeldeten „alternativen Fakten“ stehen. So äußern sich die Betroffenen direkt zu dem, was ihnen zulasten gelegt wird. 

Ein weiterer wichtiger Aspekt in diesem Fall ist, dass nicht das Schüler-Team selbst die Behauptung überprüft und gegebenenfalls widerlegt – Sie bieten vielmehr eine Plattform an, die es ermöglicht, Falschmeldungen zu entkräften, indem diese direkt an die belasteten Personen weitergeleitet werden und Letztere dann Stellung nehmen. Andernfalls komme es sonst zu einer verfälschten oder beeinflussten Wertung. Durch das Gesamtbild der verschiedenen Wertungen könne sich der kritische Leser selbst ein Bild des Wahrheitsgehaltes machen. lim 

Die Abstimmung erreicht man unter: www.young-economic-summit.org/yes-2017-loesungen/ 

Das Projekt der WHG-Gruppe: www.yeswhgw.wixsite.com/checkpoint

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