Zwischen Grusel und Kommerz
Wald-Michelbach, 28.10.2017
Diesen Artikel
28.10.2017 05:00
Drucken Vorlesen Senden
Leserbrief
135

Wald-Michelbach. Kürbis schnitzen, Süßigkeiten einkaufen und bunte Gespenster-Girlanden aufhängen – das alles zeichnet Halloween aus. Abends wird die Nacht zum Tag, wenn die Kinder verkleidet als Vampire, Geister und Hexen durch die Nachbarschaft ziehen. „Süßes oder Saures“, lautet dabei die Devise.

Doch was halten die Wald-Michelbacher Passanten von dem Brauch rund um das Fest der Gruselgestalten? Die Weinheimer Nachrichten und die Odenwälder Zeitung haben sich umgehört.

Jannik Zink (17), Wald-Michelbach: „Ich mag Halloween total gern und bin auch als Kind früher immer durch die Nachbarschaft gezogen und habe Süßigkeiten gesammelt. Als Teenager feiere ich das zwar nicht mehr so, aber die eine oder andere Halloween-Party besuche ich schon. Die Verkleidungen und das Ganze rund herum machen mir Spaß. Die Veranstaltungen auf der Burg Frankenstein würde ich auch gerne mal besuchen – die sollen ja ganz toll sein.“

Max Weiß (17), Wald-Michelbach: „Als Kind verkleidet um die Häuser zu ziehen, gehört für mich an Halloween einfach dazu. Anfangs bin ich noch eher in der Nachbarschaft geblieben. Mit der Zeit sind wir mit Freunden dann aber durch ganz Wald-Michelbach gelaufen. Die vielen Süßigkeiten waren immer das Schöne daran. Am meisten habe ich mich aber über ein paar Euros gefreut – damit konnte ich mein Taschengeld ein bisschen aufbessern.“

Helga Puschner (57), Aschbach: „Ich halte von der ganzen Feier rund um Halloween nicht viel. Es ist mir einfach zu amerikanisch und auf Konsum ausgelegt. Es gibt meiner Meinung nach genügend Feiertage und Dinge, die man zelebrieren kann. Ehrlich gesagt, finde ich Halloween auch einfach gruselig. Beim Neujahrsschießen gebe ich den Kindern gerne ein paar Süßigkeiten, wenn sie bei uns zuhause klingeln – an Halloween aber nicht.“

Sonja Hering (55), Wahlen: „Ich selbst feiere Halloween nicht, aber meine Kinder sind immer gerne verkleidet losgezogen. Ich habe mich jedes Mal darüber gefreut, wie viel Spaß sie mit dem Gruseltag verbinden. Süßigkeiten habe ich an diesem Abend zuhause, aber ich muss sagen, dass immer weniger Kinder bei uns klingeln. Wenn ich mal eine Einladung für eine Halloween-Party bekomme, würde ich auch gerne auf eine Feier gehen und mich gruselig verkleiden.“

Thomas Hirschberg (52), Wald-Michelbach: „Halloween ist für mich kein Thema, da ich es nicht feiere. Meine Kinder ebenso wenig. Der Tag rund um Vampir und Co. ist meiner Meinung nach einfach ein heidnischer Brauch, der zu kommerziellen Zwecken vermarktet wird. Ich werde mich am 31. Oktober eher auf die Feier der Reformation besinnen. Aber das kann ja jeder handhaben, wir er das möchte.“ vs

SOCIAL BOOKMARKS
28.10.2017 05:00
Drucken Vorlesen Senden
Ihre Meinung interessiert uns

Durchsuchen Sie unser Archiv!

 

Meistgelesen