162 weitere Stellplätze für Fahrräder
Weinheim, 22.09.2020
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22.09.2020 11:34
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Weinheim. Wenn sich am Mittwoch, 23. September, der Weinheimer Gemeinderat um 18 Uhr zur öffentlichen Sitzung in der Stadthalle trifft, dann stehen zwei Themen im Mittelpunkt: Einerseits geht es um die Realisierung weiterer Kindergarten- und Krippengruppen, andererseits sollen mit Geld aus dem „Klimaschutztopf“ weitere Fahrradabstellanlagen in der Innenstadt gebaut werden.

Drei davon sind im Umfeld des Hauptbahnhofs geplant. Im südlichen Bereich sollen zwei Doppelstockgaragen mit jeweils 24 Plätzen errichtet werden. Allerdings ist noch nicht geklärt, ob sich das mit der Lage der Kabeltrassen der Deutschen Bahn verträgt. Im nördlichen Bereich – zwischen „Fürther Gleis“ und der Straße „Am Hauptbahnhof“ – sollen überdachte Fahrradständer gebaut werden, die Platz für 18 Räder bieten. Allerdings gilt auch hier der Vorbehalt der Kabeltrassen. Direkt auf dem Vorplatz des Hauptbahnhofs will man auf jeden Fall drei Fahrradbügel installieren, was sechs Stellplätzen entspricht.

Doch auch an anderen Stellen der Innenstadt möchte die Verwaltung den Radverkehr fördern und sichere Abstellanlagen errichten. In der Roten Turmstraße sollen zehn Radstellplätze entstehen, die für Veranstaltungen wie die Kerwe aber auch einfach demontiert werden können. Ein Pkw-Stellplatz geht an diesem Standort verloren. Vor der Stadtbücherei sollen 14 überdachte Fahrradstellplätze gebaut werden, sofern der Gemeinderat zustimmt. Vor der Volkshochschule sollen 14 überdachte Stellplätze gebaut werden, am Hermannshof weitere zwölf Stellplätze – allerdings ohne Überdachung, da man davon ausgeht, dass der Schau- und Sichtungsgarten überwiegend bei trockenem Wetter genutzt wird. Und schließlich soll auf dem Parkplatz Institutstraße – unter Wegfall eines Pkw-Stellplatzes – eine überdachte Abstellanlage für 20 Fahrräder entstehen. Und schließlich könnten am Hutplatz bis zu 20 Fahrradabstellplätze (ohne Überdachung) entstehen, allerdings auf Kosten von insgesamt drei Pkw-Stellplätzen. 

Sollte der Gemeinderat dem Vorschlag der Verwaltung folgen, dann würde das gut 200 000 Euro kosten. Das Land würde etwa 32 500 Euro übernehmen, der Bund 95 000 Euro, womit der städtische Anteil für insgesamt 162 überwiegend überdachte Fahrradabstellplätze 63 000 Euro betragen würde. Diesen Betrag möchte die Verwaltung aus dem mit 250 000 Euro – für das Jahr 2020 – gefüllten Topf für Klimaschutzmaßnahmen nehmen.

Da nicht alle geplanten Klimaschutzprojekte im erwarteten Umfang oder Zeitplan realisiert werden können, schlägt die Verwaltung außerdem vor, weitere Maßnahmen zu beschließen. Dazu gehört die Pflanzung von 15 Bäumen am Multring, was inklusive der Herrichtung der Pflanzgruben 45 000 Euro kosten dürfte, kostenloser Busverkehr an den Adventssamstagen (2000 Euro) und ein Zuschuss in Höhe von 1200 Euro an die Interessengemeinschaft Historischer Marktplatz für die Umstellung der Weihnachtsbeleuchtung auf LED-Lampen. Weitere Themen des Gemeinderates: Bürgerfragestunde (18 Uhr), Bekanntgaben, Errichtung einer dreigruppigen Interimslösung für die Zeit des Neubaus der Kita „Am Markusturm“ auf dem städtischen Grundstück vor der Kita Kuhweid (Kurt-Schumacher-Straße), Korrektur des Gebührenverzeichnisses für die Ferienbetreuung rückwirkend zum 1. August 2020, Jahresabschluss 2019 der Stadtwerke Weinheim, fünftes Vergabepaket für den Neubau des Schulzentrums West. pro

Hinweis: Der Text wurde am 22. September aktualisiert; in der ersten Fassung fehlten versehentlich die geplanten Fahrradabstellplätze am Hutplatz. 

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22.09.2020 11:34
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