1969 dem Ruf Brandts gefolgt
Rimbach, 27.01.2020
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27.01.2020 05:00
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Leserbrief
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Rimbach. Im Kreise langjähriger Weggefährten hat der Rimbacher SPD-Vorsitzende Rolf Ihrig den ehemaligen Bürgermeister Hans-Jürgen Pfeifer für seine 50-jährige Mitgliedschaft geehrt. Die Motivation für den Eintritt 1969 in die SPD sei bei Pfeifer und vielen anderen jungen Menschen damals die gleiche gewesen: „Es galt, den Kalten Krieg zu überwinden, Willy Brandts Ostpolitik zu unterstützen, die Gesellschaft gerechter zu machen und mehr Demokratie zu wagen“, so Ihrig.

Dieses Engagement der vielen Tausend Neumitglieder sei erfolgreich gewesen. Viele von ihnen fanden den Weg in die Kommunalpolitik, so auch Hans-Jürgen Pfeifer, der als einer der ersten Bürgermeister in Hessen direkt im ersten Anlauf gewählt wurde und dieses Amt in Rimbach 18 Jahre ausübte.

In seinem Rückblick hob Ihrig einige wesentliche Entwicklungen seiner Amtszeit hervor: So sei es ihm ein wichtiges Anliegen gewesen, angesichts des prognostizierten demografischen Wandels Wohnraum für junge Familien zu schaffen. Mit der Ansiedlung zukunftsfähiger Betriebe seien sowohl viele Arbeitsplätze vor Ort geschaffen als auch Gewerbesteuereinnahmen generiert worden.

Dass eine solche Entwicklung nicht zu Lasten der Umwelt gehen muss, wurde deutlich, als Rimbach als eine der wenigen Gemeinden vom Land Hessen als Klimaschutzgemeinde ausgezeichnet wurde. Eine weitere positive Entwicklung sei durch die anderen Fraktionen, die nach der Kommunalwahl die Mehrheit hatten, verhindert worden.

Ein weiterer Schwerpunkt lag demnach auf der Sanierung vieler Straßen, wobei hier die Neugestaltung der Ortsdurchfahrt Zotzenbach besondere Erwähnung fand. Dies gilt auch für den Kreisverkehr und den Park-and-Ride-Parkplatz am Zotzenbacher Bahnhof. Sehr wichtig seien Hans-Jürgen Pfeifer die Förderungen der Feuerwehren und der Vereine gewesen, wobei hier besonders die Schaffung der Kunstrasenplätze für die Fußballvereine hervorsteche.

Pfeifer initiierte das regelmäßige Treffen der Bürgermeister des Weschnitztals, „um durch gemeinsame Aktivitäten die Gemeinden zukunftsfähig zu machen“.

Da zu einer lebendigen Gemeinde auch die Kultur gehört, fand auf seine Initiative hin ab 1995 die Cool-Tour statt, die viele bekannte Künstler nach Rimbach brachte und den Ort überregional bekannt machte.

„Ohne gute Kontakte zu den Bürgerinnen und Bürgern ist eine erfolgreiche Arbeit als Bürgermeister in einer kleinen Gemeinde nicht möglich. Seine zweimalige Wiederwahl bestätigte dies eindrucksvoll“, so Ihrig.

Mit besonderem Stolz erfüllt Pfeifer die Tatsache, dass bei all den Investitionen und Aktivitäten Rimbach als finanzstärkste Gemeinde im Kreis Bergstraße bewertet wurde. Die Genossinnen und Genossen bedankten sich bei Hans-Jürgen Pfeifer für sein großes Engagement.

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