28 positive Schnelltests an Schulen und Kitas
Diesen Artikel
15.09.2021 05:05
Drucken Vorlesen Senden
Leserbrief
729

Weinheim/Rhein-Neckar. Viele Menschen haben durchaus mit Sorge auf den Beginn des neuen Schuljahres in Baden-Württemberg geschaut. Da Kinder und Jugendliche gemäß der Corona-Verordnung in den Ferien nur in Ausnahmefällen getestet werden mussten, befürchtete mancher eine Flut positiver Schnelltests am ersten Schultag. Doch die ersten Rückmeldungen aus dem Rhein-Neckar-Kreis geben Anlass zur Hoffnung, dass es kein exponentielles Wachstum bei den Neuinfektionen geben wird.

Dem Kreisgesundheitsamt wurden am Montag insgesamt 28 Meldungen über positive Schnelltests an Schulen und Kitas übermittelt, teilte der Rhein-Neckar-Kreis auf Anfrage mit. Statistisch würden diese Fälle jedoch nicht erfasst, da zunächst das Ergebnis des PCR-Tests abgewartet wird. „Wenn sich das Ergebnis des positiven Schnelltests bestätigt, nimmt das Gesundheitsamt Kontakt auf und beginnt sofort mit der Fallermittlung sowie Kontaktpersonennachverfolgung, sowohl im privaten als auch im schulischen Kontext“, erläuterte ein Sprecher der Behörde.

Allerdings gibt es momentan im Kreisgebiet bereits 25 bestätigte Infektionen in 17 Kitas. Hinzu kommen in zehn Schulen 14 Fälle, die in Lerngruppen oder bei der Ferienbetreuung aufgetreten sind. Was den Schulstart in Weinheim angeht, lagen der Stadtverwaltung am Dienstag keine Zahlen vor. Dafür konnte Katja Hoger berichten, dass zumindest an den zehn Grundschulen in Weinheim am Montag kein einziges Kind positiv getestet worden sei. Hoger ist geschäftsführende Schulleiterin der Weinheimer Grund-, Haupt-, Werkreal-, Real- und Förderschulen.

Aus dem Umfeld der weiterführenden Schulen war zu hören, dass es einige wenige positive Tests gegeben habe, die nun mittels PCR-Test überprüft werden. Wie berichtet, muss bei einem bestätigten Fall jedoch nicht mehr die ganze Klasse in Quarantäne. Die Mitschüler können weiterhin am Präsenzunterricht teilnehmen, müssen sich aber an den folgenden fünf Tagen jeweils testen.

Angaben über die Anzahl von Kindern und Jugendlichen, die erst kurz vor dem Schulbeginn aus einem Risikogebiet zurückgekehrt sind und sich deshalb noch in häuslicher Isolation aufhalten müssen, lagen den Behörden nicht vor. Dass ab sofort die Schulpflicht – inklusive Masken- und Testpflicht – wieder gilt, sorgte allerdings bei einigen Eltern für Gesprächsbedarf. Wie Katja Hoger dazu auf Nachfrage erklärte, haben die Schulen in dieser Frage allerdings keinen Spielraum. Wenn die Kinder wegen der Corona-Regeln nicht in die Schule kommen, gelte dies als „unentschuldigtes Fehlen“, was letztlich ein Bußgeld nach sich ziehen könnte.

Die Masken- und Testpflicht sei aus ihrer Sicht auf jeden Fall der alten Quarantäneregelung vorzuziehen. „Das macht uns Hoffnung auf ein weitgehend normales Schuljahr mit Präsenzunterricht“, so Hoger. Die allermeisten Schüler hätten ja schon viel Erfahrung mit den Masken. Für die Erstklässler sei es zwar eine neue Herausforderung, aber die Lehrer würden dieses Thema behutsam angehen und zum Beispiel häufiger Pausen im Freien machen, damit die Kinder – ohne Maske, dafür mit Abstand – frische Luft schnappen können. 

SOCIAL BOOKMARKS
15.09.2021 05:05
Drucken Vorlesen Senden
Ihre Meinung interessiert uns

Durchsuchen Sie unser Archiv!

 

 

 

Meistgelesen