43 Klassen sind aktuell betroffen von Quarantäne
Weinheim/Region, 17.11.2020
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17.11.2020 19:33
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Weinheim/Region. Die Stadt Weinheim meldete am Dienstag, dass an der Albert-Schweitzer-Schule (ASS) eine Lehrkraft positiv auf das Coronavirus getestet worden ist. Sie war in den Klassen 2a (22 Schüler) und 4a (19 Schüler) im Einsatz. Die Kinder seien vorsorglich nach Hause geschickt worden. Eine Beurteilung durch das Gesundheitsamt sei noch nicht erfolgt. Insgesamt befänden sich derzeit 130 Kinder und Jugendliche aus Weinheimer Schulklassen oder Betreuungsgruppen in Quarantäne. Aber es gab auch erfreuliche Nachrichten: Je eine Klasse der ASS, der Dietrich-Bonhoeffer-Grundschule und der Hans-Joachim-Gelberg-Grundschule, die in den vergangenen beiden Wochen nach Hause geschickt werden mussten, könnten nun wieder in die Schule gehen, teilte die Stadt mit.

Schulen „kein Pandemietreiber“

Im Rhein-Neckar-Kreis sind derzeit insgesamt 64 Bildungseinrichtungen von Quarantäne-Maßnahmen betroffen, erklärte Landrat Stefan Dallinger im Gespräch mit unserer Redaktion. Dabei handele es sich um 40 Gruppen in Kindergärten und Horten, 30 Klassen in Grundschulen und 13 Klassen in weiterführenden Schulen.

Das Gesundheitsamt sehe diese Einrichtungen aber nicht als „Pandemietreiber“, betonte Dallinger. Deshalb könne er auch nicht erkennen, dass ein Vorziehen der Weihnachtsferien einen großen Effekt hätte.

Wie am Dienstag dem Faktenblatt des Gesundheitsamtes zu entnehmen ist, wurden 123 Neuinfektionen binnen 24 Stunden für den Kreis gemeldet, 34 für Heidelberg. Außerdem teilte die Behörde mit, dass es vier weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gegeben hat; zwei im Kreis und zwei in Heidelberg. Alle Verstorbenen waren älter als 80 Jahre.

Die 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche, betrug für den Kreis 157,4 (vor einer Woche: 155,9) und für Heidelberg 157,3 (171,5). Derzeit gibt es im Kreis 1050 und in Heidelberg 290 „aktive Fälle“, also Menschen, die momentan mit dem Virus infiziert sind.

Trotz dieser Zahlen habe die Kontaktnachverfolgung für das Gesundheitsamt weiterhin hohe Priorität, so Dallinger. Deshalb sei man dankbar, dass seit Ende vergangener Woche das Kontingent der zur Unterstützung eingesetzten Bundeswehrsoldaten von zehn auf 20 erhöht werden konnte. Dallinger verwies aber auch auf ein aktuelles Schaubild des Gesundheitsamtes, dass Menschen bei der Selbsteinschätzung ihres Infektionsrisikos helfen soll. Weitere Infos gibt es unter: www.rhein-neckar-kreis.de/start/landratsamt/coronavirus

Die Lage an den vier GRN-Kliniken im Rhein-Neckar-Kreis stellte sich am Dienstag so dar (in Klammern die Zahlen vom Vortag): 19 (15) Verdachtsfälle und 39 (32) bestätigte Coronafälle auf einer der Isolierstationen. 1 (0) Verdachtsfall und 10 (10) bestätigte Fälle auf den Intensivstationen, darunter 6 (7) Patienten, die invasiv beatmet werden.

Kommunen an der Bergstraße

Nachfolgend die aktuellen Zahlen für die Kommunen entlang der Bergstraße (in Klammern die Veränderung im Vergleich zum Vortag):

Heddesheim: insgesamt 123 Fälle (plus 1), davon 25 „aktive Fälle“.

Hemsbach: insgesamt 90 Fälle (plus 4), davon 18 „aktiv“.

Hirschberg: insgesamt 85 Fälle (plus 2), davon 17 „aktiv“. Hinweis: In unserem gestrigen Bericht hat sich bei den „aktiven Fällen“ in Hirschberg leider ein Fehler eingeschlichen. Am Vortag waren es 16 „aktive Fälle“ und nicht 28 – wie versehentlich gemeldet.

Laudenbach: insgesamt 58 Fälle (plus 3), davon 9 „aktiv“.

Schriesheim: insgesamt 114 Fälle (plus 3), davon 27 „aktiv“.

Weinheim: insgesamt 516 Fälle (plus 14), davon 104 „aktiv“.

Kommunen im Odenwald

Der hessische Kreis Bergstraße meldete am Dienstag 56 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Die 7-Tage-Inzidenz ist auf 123,1 gestiegen. Außerdem teilte das Landratsamt mit, dass es fünf weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gegeben hat – einen in Heppenheim und vier in Biblis. Nachfolgend die Zahlen für die Odenwald-Kommunen (in Klammern die Veränderung im Vergleich zum Vortag):

Abtsteinach: insgesamt 9 Fälle (plus 1), davon 3 „aktiv“.

Birkenau: insgesamt 69 Fälle (plus 3), davon 21 „aktiv“.

Fürth: insgesamt 84 Fälle (plus 1), davon 22 „aktiv“.

Gorxheimertal: insgesamt 37 Fälle (unverändert), davon 6 „aktiv“.

Grasellenbach: insgesamt 98 Fälle (plus 3), davon 23 „aktiv“.

Lindenfels: insgesamt 23 Fälle (plus 2), davon 7 „aktiv“.

Mörlenbach: insgesamt 84 Fälle (plus 2), davon 24 „aktiv“.

Rimbach: insgesamt 46 Fälle (unverändert), davon 25 „aktiv“.

Wald-Michelbach: 94 Fälle (unverändert), davon 32 „aktiv“. pro

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