Aktuell: Großbrand bei Kunststofffabrik in Ladenburg 
Ladenburg, 19.05.2020
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19.05.2020 11:50
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Ladenburg. Die schwarze Rauchwolke ist kilometerweit sichtbar: Bei einer Kunststofffabrik in Ladenburg in der Wallstadter Straße ist am Dienstagvormittag ein Brand in der Produktionshalle ausgebrochen. Die Flammen schlugen dabei auf das Dach des Gebäudes über und setzten dieses in Brand. Ein Großalarm wurde gegen 10.45 Uhr ausgelöst. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich noch 13 Firmenmitarbeiter in der Halle, die sich rechtzeitig in Sicherheit bringen konnten.

Neben 70 Polizeibeamten, der Freiwilligen Feuerwehr Ladenburg waren alle Feuerwehren aus der näheren Umgebung sowie aus Heidelberg, Mannheim und Weinheim im Einsatz. Die 150 Brandbekämpfer brachten das Feuer am frühen Nachmittag unter Kontrolle und verhinderten ein Übergreifen auf das Nachbargebäude.

Straßensperrung und Geruchsbelästigung

Für die Löscharbeiten wurde eine Wasserleitung vom Neckar zum Brandort gelegt, weshalb die Wallstadter Straße, die Benzstraße und die Ilvesheimer Straße bis 21 Uhr gesperrt war.

Aufgrund der erheblichen Rauchentwicklung, die kilometerweit zu sehen war, wurden frühzeitig Warnmeldungen ausgegeben und Lautsprecherdurchsagen in Ladenburg sowie den umliegenden Städten und Gemeinden durch die Polizei veranlasst. Die Bürger wurden gebeten sich in ihre Häuser und Wohnungen zu begeben und Fenster und Türen geschlossen zuhalten. Durch die Einsatzkräfte der Feuerwehr wurde mit Hilfe entsprechender Geräte ständig Luftmessungen auf mögliche Gefahrstoffe durchgeführt. Diese ergaben, dass keine Gefahr für Mensch und Umwelt bestünde. Allerdings kann es auch weiterhin zu Geruchsbelästigungen kommen, teilt die Polizei in einer Pressemitteilung am Nachmittag mit.

Brandexperten ermitteln

Die Löscharbeiten der Feuerwehren dauerten bis in den späten Dienstagabend hinein. Auch in der Nacht zum Mittwoch konnten immer wieder kleinere Brandherde gelöscht und somit schlimmeres verhindert werden.

Eine erste Prüfung durch die Brandexperten des Kriminalkommissariats Mannheim sowie Vertretern der Feuerwehr ergab, dass die betroffene Produktionshalle einsturzgefährdert ist. Ein Sachverständiger wurde beauftragt die Statik zu kontrollieren. Der Brandort wird nach entsprechender Freigabe von den Ermittlern untersucht. Nach bisherigen Erkenntnissen entstand ein Schaden in Millionenhöhe.


Dieser Text wird regelmäßig aktualisiert (Letzter Stand 20. Mai, 16 Uhr)



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