Arbeiten an Kanal ab dem 12. April
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06.04.2021 05:00
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Weinheim. Die „Unterwelt“ einer Stadt ist immer ein Gradmesser dafür, wie eine Kommune ihre Infrastruktur in Ordnung hält. Weinheim saniert nun schon im dritten Jahrzehnt Stück für Stück den Kanal in der Grundelbachstraße, der Müllheimer Talstraße und der Gorxheimer Talstraße – also der wichtigsten Querverbindung und Einpendlerstraße aus dem Odenwald.

In den 1990er-Jahren fing es in der Werderstraße und der Alten Postgasse an, es ging an der Peterskirche und am Schlossberg weiter, in wenigen Jahren wird der Kanal bis zum Waldschwimmbad erneuert und ertüchtigt sein; der alte stammt noch aus dem 19. Jahrhundert und ist längst zu klein und brüchig geworden. Das teilt die Stadt Weinheim mit. Auch die Straßen sind neu gebaut, wichtige Leitungen werden erneuert, Leerrohre für weitere technische Infrastruktur sind vorbereitet.

220 Meter lange Baustelle

Nun steht der nächste Abschnitt konkret bevor: Es handelt sich um die Burggasse, den etwa 220 Meter langen Seitenast der Müllheimer Talstraße. Mit diesem Kanal werden die Betentalstraße, die Steinbüchse und die Burggasse entwässert. Die Arbeiten sollen in den Tagen nach dem 12. April beginnen. Neben dem Austausch des Kanals durch einen größeren wird die Straße grundhaft erneuert und umgestaltet. Künftig wird es auf beiden Seiten Gehwege geben, auf der Südseite außerdem weiterhin Parkstreifen. Die Wasserleitung wird komplett, die Gasleitung teilweise ausgetauscht. Außerdem wird die Grundelbachverdolung saniert; dort fließt der Bach unter der Straße hindurch, bevor er wenige hundert Meter weiter wieder ans Tageslicht kommt.

Wegen dieser Vielzahl an Arbeiten wird die Bauzeit auf etwa ein Jahr geschätzt. Die Burggasse muss hierzu in mehreren Abschnitten voll gesperrt werden. Der Durchgangsverkehr wird mit einer Ampel über die Müllheimer Talstraße geleitet. Der Verkehr in der Burggasse ist für Anlieger jeweils bis zur Baustelle in beiden Richtungen möglich.

Zwei Drittel sind dann geschafft

Von den rund 3,3 Kilometern Kanalaustausch sind nach Angaben des Weinheimer Tiefbauamtes dann etwa 2400 Meter umgesetzt. Der dann noch ausstehende Abschnitt von etwa 900 Metern umfasst schließlich noch die Strecke von der Einmündung zu dem Wohngebiet „Steinbüchse“ bis zum Waldschwimmbad.

Was vielen Pendlern noch in Erinnerung sein dürfte: Der bislang aufwendigste Abschnitt war jener von der „Finkenburg“ bis zur östlichen Einmündung der Burggasse vor drei Jahren. Das war schwierig wegen des teilweise sehr engen Fahrbahnquerschnitts. Jetzt geht es also auf die Zielgerade einer infrastrukturellen Daueraufgabe: Am Waldschwimmbad ankommen wird der neue Kanal wahrscheinlich in der zweiten Hälfte dieses Jahrzehnts. Aber dann sind die Arbeiten wieder leichter umsetzbar und werden weniger Auswirkungen auf den Verkehr haben, weil der Straßenquerschnitt dort viel größer ist.

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06.04.2021 05:00
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