Arbeits- und Kontrolldruck enorm gestiegen
Weinheim, 15.09.2020
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15.09.2020 05:10
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Weinheim. Seit Mitte August bearbeiten die Beschäftigten des Weinheimer Bürger- und Ordnungsamtes etwa 100 Anträge pro Tag von Reiserückkehrern aus Risikogebieten. „Der Arbeits- und Kontrolldruck bei der zuständigen Gewerbe- und Gesundheitsabteilung ist enorm gestiegen. Die komplette Abteilung ist mit der Bearbeitung der Fälle gebunden“, erklärte Pressesprecher Roland Kern auf Anfrage unserer Redaktion am Montag.

Grundsätzlich gibt es zwei Gruppen: Einerseits sind dies Personen, die mit dem Flugzeug zurückkehren und sich direkt am Flughafen testen lassen müssen. Allein am vergangenen Wochenende seien es rund 200 Personen gewesen, deren „Aussteigekarten“ in die Zuständigkeit der Weinheimer Behörde fallen. Diese Menschen seien zwar bereits registriert; aber das Bürger- und Ordnungsamt sei für die Einhaltung der Einreise-Quarantäne zuständig. Sobald ein negatives Testergebnis vorliegt, müsse dieses abschließend geprüft werden; danach könne die Quarantäne aufgehoben werden. So sehen es die Verordnungen des Landes Baden-Württemberg vor.

Andererseits gibt es die Rückkehrer, die mit dem Auto aus einem Risikogebiet kommen. Auch hier gebe es eine große Zahl von Personen, „die sich freiwillig und verantwortungsbewusst bei uns melden“, so Kern. Dennoch gehe man davon aus, dass es Personen gibt, die sich nicht melden, auch wenn in solchen Fällen hohe Bußgelder drohen.

Die hohe Zahl an Reiserückkehrern aus Risikogebieten, aber auch die Möglichkeit für Beschäftigte von Schulen und Kitas, sich bis Ende September zweimal kostenlos testen zu lassen, sorgt in den Corona-Schwerpunktpraxen für einen deutlichen Anstieg der Tests. Das bestätigte auf Anfrage der Weinheimer Arzt Dr. Hendrik Witt, der zusammen mit Dr. Emy Koen einen Container als zusätzliche Abstrich-Teststelle auf dem Parkplatz in der Luisenstraße aufgestellt hat. Allein in der vergangenen Woche habe man rund 250 Abstriche vorgenommen, deutlich mehr als in den Wochen zuvor, so Dr. Witt: „Aktuell sehen wir aber zum Glück nur wenige Verdachtsfälle, und positive Befunde sind die große Ausnahme.“ pro

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