Bensheimer Ratte ist jetzt weltweit bekannt
Bensheim, 27.02.2019
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27.02.2019 06:00
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Bensheim. Geschichten über Tiere sorgen regelmäßig für Resonanz in den sozialen Netzwerken. Eine Ratte aus Bensheim hat jetzt aber vermutlich sämtliche Rekorde in Sachen Aufmerksamkeit gebrochen. Mit der Schlagzeile „Fat rat saved from manhole by German animal rescue“ schaffte sie es jetzt sogar in die BBC news. Zuvor hatten neben den Lokalen Medien auch Spiegel Online, Stern, Bild, Bunte, so ziemlich jede deutsche Zeitung sowie Nachrichtenportale aus Österreich und der Schweiz über die Ratte berichtet. Das Video der Rettungsaktion wurde inzwischen über 900.000 Mal angesehen. 
Hintergrund ist eine Aktion der Berufstierrettung Rhein Neckar vom 24. Februar. Bürger hatten die Freiwillige Feuerwehr Auerbach in die Schillerstraße alarmiert. In einem Hinterhof klemmte eine Ratte in einem der Löcher eines Kanaldeckels fest. Zusammen mit der Berufstierrettung Rhein Neckar wurde das Tier durch die Einsatzkräfte aus seiner hilflosen Situation befreit. Die Fotos von der Rettungsaktion hatte unter anderem die Berufstierrettung auf Facebook gepostet und gingen jetzt um die Welt. Besonders rührend: zwei kleine Kinder überreichten den Ratten-Rettern als Dankeschön ein selbst gemaltes Bild. Natürlich von einer Ratte.
Tausende von Menschen hatten den Einsatz der Feuerwehrleute in den sozialen Netzwerken gelobt, geteilt und sich bedankt. Es wurde aber auch Kritik laut. Die einen sahen ihre „Steuergelder verschwendet“, andere fanden es unnötig, eine Ratte zu retten. Viele merkten auch an, dass Ratten Krankheiten übertragen können und bekämpft und nicht gerettet werden müssten. Die Berufstierrettung hat sich deshalb am Dienstag noch einmal via Facebook an die Öffentlichkeit gewandt. 

“Wir fühlen uns geehrt und freuen uns über diese hohe Anteilnahme der Rettungsaktion des Rattenmannes in Bensheim. Wir, sowie die freiwillige Feuerwehr sind mehr als nur erstaunt, wie viele Medienportale - sogar international - darüber berichtet haben, wo wir doch alle eigentlich "nur" unsere Arbeit getan haben. Den Hype verstehen wir auch nicht wirklich. Aber was uns richtig gefreut hat, sind die unzählig vielen positiven Mails, die wir bekommen haben. (...) Es hagelte aber auch viel Kritik, die wir natürlich akzeptieren. Für die einen mag die Aktion überzogen sein, für die anderen war es die Ratte nicht wert gewesen. Viele sehen sogar ihre Steuergelder verschleudert und verlangen, dass uns der Feuerwehr-Einsatz in Rechnung gestellt wird. Und wisst ihr was? Ja, machen wir. Wir übernehmen gerne die Kosten der Feuerwehr! Her damit. Wir würden es wieder tun!“ shy

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27.02.2019 06:00
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